Deutscher Fondsverband

Liebe Leserinnen und Leser,

2018 lief für den BVI erfolgreich: Publikumsfonds zum Beispiel müssen das PRIIPs-KID voraussichtlich erst ab 2022 verwenden, was uns Zeit gibt, auf dessen Verbesserung hinzuwirken. Im Rahmen von MiFID II müssen 34f-Vermittler die Informationen zum Zielmarkt nicht selbst definieren, sondern nur beim Fondsanbieter einholen; Provisionen können sie frei verwenden. Beim wichtigen Thema Nachhaltigkeit haben wir die Interessen der Branche intensiv vertreten, unter anderem auf Konferenzen, in den Medien und gemeinsam mit Fachorganisationen. Die ESMA erhält im Zuge der Reform keine direkte Aufsicht über Fonds; zudem muss sich die EU auch künftig an der ESA-Finanzierung beteiligen.

2019 dürfte aus Brüssel wegen der Wahl etwas weniger kommen. In Berlin wird die private Altersvorsorge ein Schwerpunkt bleiben, insbesondere die Riester-Reform. In unserem Berliner Büro gibt es gleich zum Jahresbeginn eine wichtige personelle Änderung. Christa Franke geht in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hat das Büro vor 16 Jahren aufgebaut und seitdem geleitet, sie war seine Seele, eine glänzende Gastgeberin und Menschenkennerin und hat für uns Hervorragendes geleistet. Dafür danke ich ihr von ganzem Herzen. Ihr Nachfolger wird Kai Schulze. Er ist seit 2010 für uns in Berlin tätig und seit 2017 stellvertretender Leiter unseres Berliner Büros. Kai ist bestens vernetzt und mit den Themen vertraut, kennt die Prozesse in Berlin, aber ebenso gut die in Frankfurt und Brüssel. Er wird weiterhin dafür sorgen, dass unser Berliner Büro nicht ein entfernter Satellit ist, sondern integraler Bestandteil des BVI und der deutschen Fondsbranche, deren Zentrum Frankfurt ist. Seine Beförderung ist gleichzeitig Ausdruck der hohen Qualität unserer Mitarbeiter, die es uns erlaubt, verantwortungsvolle Positionen aus den eigenen Reihen zu besetzen und so Kontinuität, Motivation und Korpsgeist hochzuhalten.

Ich danke Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, im Namen der gesamten BVI-Mannschaft herzlich für Ihr Vertrauen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Frohe Weihnachten und alles Gute für 2019!

Beste Grüße

 

Editorial vollständig lesen

Statistik

Zuflüsse von Mischfonds und Immobilienfonds liegen auf dem Niveau des Vorjahres

Investmentfonds flossen von Anfang Januar bis Ende Oktober 2018 netto 86,6 Milliarden Euro zu (Pressemitteilung deutsch / englisch). Allein offene Spezialfonds...

Investmentfonds flossen von Anfang Januar bis Ende Oktober 2018 netto 86,6 Milliarden Euro zu (Pressemitteilung deutsch / englisch). Allein offene Spezialfonds sammelten mit 65,7 Milliarden Euro fast so viel ein wie in den zehn Monaten des Vorjahres (69,5 Milliarden Euro). Offene Publikumsfonds liegen mit 19,8 Milliarden Euro neuen Mitteln unter den Zuflüssen 2017 (bis Ende Oktober: 59,6 Milliarden Euro). Dabei liegt das Neugeschäft von Mischfonds mit 20,9 Milliarden Euro und Immobilienfonds mit 5,1 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (25,7 Milliarden Euro bzw. 5 Milliarden Euro).



Aktienfonds hingegen verzeichneten mit 2,6 Milliarden Euro ein geringeres Neugeschäft als 2017, als sie in den ersten zehn Monaten überwiegend durch Aktien-ETFs netto 12,6 Milliarden Euro einsammelten. Rentenfonds erzielten in diesem Jahr Abflüsse von 4,2 Milliarden Euro, im Gegensatz zu Zuflüssen von 18,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. In beiden Jahren spielen Kurzläuferfonds eine wesentliche Rolle beim Absatz. Geschlossene KAGB-konforme Fonds verzeichneten Zuflüsse von 1,1 Milliarden Euro.

frank.bock@bvi.de

+49 69 15 40 90 239

mehr
Deutschland ist in der EU der größte Fondsmarkt

Deutschland größter Fondsmarkt in der EU

Private und institutionelle Anleger in der EU haben nach EZB-Angaben insgesamt 11,8 Billionen Euro in Investmentfonds angelegt (Pressemitteilung deutsch / engl...

Private und institutionelle Anleger in der EU haben nach EZB-Angaben insgesamt 11,8 Billionen Euro in Investmentfonds angelegt (Pressemitteilung deutsch / englisch). Deutschland ist mit einem Vermögen von 2,6 Billionen Euro der größte Markt für OGAWs und AIFs. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent. Anleger in Frankreich und im Vereinigten Königreich haben jeweils 1,7 Billionen Euro in Fonds investiert, in den Niederlanden und in Italien jeweils 1,1 Billionen Euro.




Beim Wachstum der fünf größten Fondsmärkte liegt Italien vorne. Seit Ende Juni 2013 ist das Vermögen dort im Schnitt um 13,7 Prozent pro Jahr gestiegen. Deutschland liegt mit einem jährlichen Wachstum von 10,1 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Niederlanden mit 8,1 Prozent, England mit 7,7 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent.

Die EZB-Statistik berücksichtigt ausschließlich das von Anlegern in der EU gehaltene Fondsvermögen. Sie basiert auf Meldungen der depotführenden Stellen und der Notenbanken. Zwar verwalten die in Europa aufgelegten Fonds ein Vermögen von insgesamt 16 Billionen Euro. Davon entfallen aber allein 3 Billionen Euro auf insbesondere in Luxemburg oder in Irland aufgelegte Fonds, die außerhalb der EU verkauft werden, zum Beispiel in Asien. In der EZB-Statistik ist es zudem unerheblich, in welchem Land der Portfoliomanager eines Fonds sitzt. In London ansässige Portfoliomanager zum Beispiel managen sieben Prozent des Spezialfonds- und drei Prozent des Publikumsfondsvermögens in Deutschland.

frank.bock@bvi.de

+49 69 15 40 90 239

mehr

Immobilienfonds: Anteil an US-Immobilien gestiegen

Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Publikumsfonds in den letzten vier Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA – gemessen an den...

Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Publikumsfonds in den letzten vier Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA – gemessen an den Verkehrswerten – von 4 Prozent auf 11 Prozent fast verdreifacht haben. Bei Spezialfonds stieg dieser Wert von 2 Prozent auf 5 Prozent. Bei Publikumsfonds und Spezialfonds liegt der Schwerpunkt aber weiterhin auf deutschen Immobilien mit 35 Prozent bzw. 71 Prozent. Verringert haben Immobilienfonds in den letzten vier Jahren hingegen den Anteil von Immobilien in Frankreich und England.



Zum Hintergrund:
Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Netto-Vermögen in Immobilienfonds ist in den letzten zwölf Monaten von 168 Milliarden Euro (Ende Oktober 2017) auf 190 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent. Auf offene Publikumsfonds entfallen 97,2 Milliarden Euro, auf offene Spezialfonds 87,5 Milliarden Euro und auf KAGB-konforme geschlossene Fonds 5,1 Milliarden Euro.

frank.bock@bvi.de

+49 69 15 40 90 239

mehr

Recht

Brexit: BMF nimmt Stellung zu Auslagerungen

Brexit: BMF nimmt Stellung zu Auslagerungen

ESMA und BaFin sind “entschlossen”, ein MoU über aufsichtliche Zusammenarbeit abzuschließen. Die KVGs dürfen „auf Basis dieser Annahme planen“. Das teilte uns...

ESMA und BaFin sind “entschlossen”, ein MoU über aufsichtliche Zusammenarbeit abzuschließen. Die KVGs dürfen „auf Basis dieser Annahme planen“. Das teilte uns Staatssekretär im BMF, Dr. Jörg Kukies, per E-Mail mit. Bei Abschluss eines MoU wären Auslagerungen von Portfolio- und Risikomanagementfunktionen auf Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich auch dann über den Stichtag des Brexit am 30. März 2019 hinaus zulässig, wenn das Vereinigte Königreich die EU ohne ein Abkommen verlassen sollte ("No-Deal Brexit"), wodurch die bereits ausgehandelte Übergangsregelung bis Ende 2020 nicht in Kraft treten würde. Das BMF versteht die Abfrage der BaFin unter den KVGs vom September dieses Jahres nicht als Ankündigung aufsichtlicher Maßnahmen für den Fall, dass am 30. März 2019 noch kein MoU abgeschlossen sein sollte.

marcus.mecklenburg@bvi.de

+49 69 15 40 90 236

mehr

PRIIPs-KID für Fonds soll erst ab 2022 gelten

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EU-Parlaments (ECON) hat sich mit großer Mehrheit für die Verlängerung der Fondsausnahme unter der...

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EU-Parlaments (ECON) hat sich mit großer Mehrheit für die Verlängerung der Fondsausnahme unter der PRIIPs-Verordnung ausgesprochen. Auf Initiative von Wolf Klinz (Liberale, Deutschland) befürwortet der ECON nun eine Verlängerung der befristeten Ausnahme für Publikumsfonds um zwei Jahre bis Ende 2021. Die EU-Kommission soll hingegen nur ein Jahr mehr Zeit – bis Ende 2019 – erhalten, den PRIIPs-Rahmen zu überprüfen und Bericht an die EU-Gesetzgeber zu erstatten. Die Abstimmung fand im Zusammenhang mit dem EU-Vorhaben zur Förderung des grenzüberschreitenden Fondsvertriebs statt (vgl. nachstehender Beitrag). Auch im Rat gibt es nach Einschätzung der österreichischen Präsidentschaft eine Mehrheit für die Verlängerung der Fondsausnahme.

Wir haben das Votum des ECON in einer Pressemitteilung (deutsch / englisch) als wichtigen Schritt für die europäischen Verbraucher begrüßt.

Der Zeitdruck für die Überprüfung von PRIIPs wird auch unter diesen neuen Rahmenbedingungen fortbestehen. Wir haben deshalb die europäischen Aufsichtsbehörden und die Kommission in einer Stellungnahme dringend angemahnt, die Probleme mit der Berechnung der Transaktionskosten nach PRIIPs zu beheben, um falschen und irreführenden Anlegerinformationen vorzubeugen. Auf Grundlage einer Mitgliederbefragung gehen wir bei knapp 20 Prozent der Anteilklassen von nicht nachvollziehbaren Kostenangaben aus. Außerdem fordern wir, die Reichweite des PRIIPs-Review nicht von vorne herein auf technische Level-2-Vorgaben zu beschränken. Die Überlegungen, wesentliche Anlegerinformationen nach OGAW-Standards auch bei Einführung des PRIIPs-KIDs für Fonds als Informationsblatt für professionelle Anleger beizubehalten, lehnen wir ab. Die ESAs und die Kommission werden in den kommenden Wochen über die Inhalte und den Zeitplan des PRIIPs-Review beraten.

magdalena.kuper@bvi.de

+49 69 15 40 90 263

mehr

Positive Signale bei geplanten Regeln zum grenzüberschreitenden Vertrieb

Zeitgleich mit dem Vorschlag, die Fondsausnahme unter der PRIIPs-Verordnung zu verlängern (siehe vorstehender Beitrag), spricht sich der ECON gegenüber dem...

Zeitgleich mit dem Vorschlag, die Fondsausnahme unter der PRIIPs-Verordnung zu verlängern (siehe vorstehender Beitrag), spricht sich der ECON gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission für folgende Änderungen bei den Regeln zum Fondsvertrieb (Bericht zur Richtlinie und zur Verordnung) aus:

  • Vertriebstätigkeit vor Vertriebsanzeigen (Pre-Marketing):
    Das Pre-Marketing soll auch für bestehende AIFs möglich sein. Dafür dürfen Anleger innerhalb von 18 Monaten nach dem Pre-Marketing Fondsanteile nur erwerben, wenn der Vertrieb nach der AIFM-Richtlinie gestattet ist. Ob die Regeln zum Pre-Marketing auf OGAWs übertragen werden, soll die EU-Kommission in einem Bericht über die Überprüfung der umgesetzten Änderungen 18 Monate nach deren Inkrafttreten bewerten. Die Regeln beziehen sich nur auf EU-AIFs. Für AIFs aus Drittstaaten können die Mitgliedsländer demnach restriktivere Vorschriften vorsehen.
  • Rücknahme einer Vertriebsanzeige (De-Notifizierung):
    Die Schwellenwerte für eine De-Notifizierung sollen sowohl für OGAWs als auch für AIFs insgesamt gestrichen werden. Stattdessen soll die zuständige Aufsichtsbehörde in dem Land, in dem die De-Notifizierung erfolgen soll, weiterhin einschreiten und dafür auch Gebühren erheben können.

Welche Auswirkungen die Regeln auf die Auflage von Spezialfonds im Inland haben werden, hängt maßgeblich von den Texten ab, auf die sich die Gesetzgebungsorgane im Trilog einigen werden. Es zeichnet sich allerdings ab, dass gegenüber der heutigen Praxis die Dokumentationspflichten steigen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass es nicht zu Einschränkungen der Flexibilität bei der Auflage von Spezialfonds kommt, und stehen dazu im Austausch mit dem BMF und der BaFin.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr

BVI: Neue Regeln zum Fondsvertrieb dürfen Spezialfondsvertrieb nicht behindern

Der Vorschlag zum Abbau von Hindernissen im grenzüberschreitenden Vertrieb darf nicht zu Einschränkungen des Spezialfondsvertriebs führen. Daher sollten die...

Der Vorschlag zum Abbau von Hindernissen im grenzüberschreitenden Vertrieb darf nicht zu Einschränkungen des Spezialfondsvertriebs führen. Daher sollten die neuen Regeln nur grenzüberschreitende Sachverhalte erfassen. Darauf weisen wir in unserer Kurzposition zur Vorbereitung der Trilogverhandlungen hin. Wir unterstützen die Position des EU-Parlaments, insgesamt auf Schwellenwerte für die Rücknahme einer Vertriebsanzeige zu verzichten. Wir weisen außerdem auf einige Vorschläge hin, die nur bürokratischen Aufwand bedeuten, ohne Anlegern Mehrwert zu bieten.

Da die Positionen von Rat (vgl. Newsletter 10/2018) und EU-Parlament (siehe vorheriger Beitrag) sich in vielen Punkten ähneln, erwarten die Beteiligten einen schnellen Abschluss der Trilogverhandlungen.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr

Nachhaltigkeit: Berichtsentwurf im EU-Parlament verändert Ziel der Taxonomie

Die Berichterstatter im EU-Parlament, Bas Eickhout (Niederlande, Grüne) und Sirpa Pietikäinen (Finnland, EVP), haben einen Entwurf für ihren Bericht über einen...

Die Berichterstatter im EU-Parlament, Bas Eickhout (Niederlande, Grüne) und Sirpa Pietikäinen (Finnland, EVP), haben einen Entwurf für ihren Bericht über einen Vorschlag zur Verordnung des EU-Parlaments und des Rates über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (Taxonomie-Verordnung) vorgelegt. Gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission regen die Berichterstatter insbesondere folgende Änderungen an:

  • Informationspflichten für Finanzmarkteilnehmer:
    Die Offenlegungspflichten für nachhaltige Produkte sollen auf alle Produkte erweitert werden. Sie sollen zudem nicht nur mögliche positive, sondern auch negative Auswirkungen erfassen. Hierfür sollen Finanzmarktteilnehmer den prozentualen Anteil der umweltverträglichen und umweltschädlichen Investitionen offen legen. Der Vorschlag behindert nach unserem Verständnis den Wandel hin zu einer nachhaltigen Real- und damit auch Finanzwirtschaft, weil den Unternehmen die Umstellung erschwert wird. Wir bezweifeln, dass für diese Informationen ausreichend Daten verfügbar sind und halten die Vorgehensweise als ersten Schritt für zu komplex und zeitraubend.
  • Informationspflichten für die Realwirtschaft:
    Portfoliounternehmen sollen in den Anwendungsbereich aufgenommen werden, wenn sie einen Unternehmenskredit erhalten oder handelbare Wertpapiere ausgeben. Sie sollen ihren umweltverträglichen und umweltschädlichen Anteil am Umsatz jährlich offen legen.
  • Nachhaltige Ziele:
    Die Förderung von Klimaschutz wird definiert als Ziel, die Erderwärmung seit Beginn der Industrialisierung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen ohne eines der anderen Ziele zu schädigen. Unter das Ziel eines gesunden Ökosystems fällt ausdrücklich die Herstellung der Biodiversität.

Die Offenlegungspflichten für Finanzmarktteilnehmer und die Realwirtschaft, die in der Taxonomie- und in der Offenlegungs-Verordnung vorgesehen sind, überschneiden sich in dem Berichtsvorschlag und der Position des ECON zur Offenlegungs-Verordnung (vgl. Newsletter 19/2018) noch stärker. Wir weisen darauf in unseren Gesprächen mit dem EU-Gesetzgeber regelmäßig hin. Allerdings sind in die Verhandlungen unterschiedliche Personen eingebunden, so dass eine konsistente Vorgehensweise erschwert wird. Wir setzen uns dafür ein, dass die Pflichten zur Offenlegung nicht zu komplex werden, sondern vernünftige Anlegerinformationen ermöglichen.

Zum Hintergrund:
Die EU-Kommission hatte in einem FAQ zur technischen Expertengruppe die Gesetzesvorschläge für die Taxonomie, die Benchmarks und die EU Green Bond Standards erläutert. Danach soll die Taxonomie als Grundlage für nationale Label und Produkte dienen, die als nachhaltig vermarktet werden.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr
Nachhaltigkeit: Technische Expertengruppe konsultiert zur Taxonomie und hält Workshops ab

Nachhaltigkeit: Technische Expertengruppe konsultiert zur Taxonomie und hält Workshops ab

Eine technische Expertengruppe (TEG) konsultiert (vgl. Newsletter 18/2018) den ersten Teil zur Taxonomie für die Förderung des Klimaschutzes . Dafür schlägt...

Eine technische Expertengruppe (TEG) konsultiert (vgl. Newsletter 18/2018) den ersten Teil zur Taxonomie für die Förderung des Klimaschutzes . Dafür schlägt sie zunächst Kriterien zur Beurteilung wirtschaftlicher Tätigkeiten in folgenden Sektoren vor:

  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Energieversorgung
  • Verkehr und Lagerung
  • Baugewerbe.

Daneben befragt die TEG den Markt zur Nutzung der Taxonomie. Die Stellungnahmefrist endet am 22. Februar 2019.

Zusätzlich wird die Expertengruppe Ende März 2019 drei Workshops zu folgenden Themen organisieren:

Sie können sich für die Workshops bis 4. Januar 2019 unter den o.g. Links anmelden.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr

Nachhaltigkeit: Wirtschaftsausschuss verabschiedet Benchmark-Bericht

Der Wirtschafts-und Währungsausschuss (ECON) des EU-Parlaments hat Neena Gills (S&D, England) Bericht über Änderungen an der Benchmark-Verordnung in Bezug auf...

Der Wirtschafts-und Währungsausschuss (ECON) des EU-Parlaments hat Neena Gills (S&D, England) Bericht über Änderungen an der Benchmark-Verordnung in Bezug auf Referenzwerte für CO2-arme Investitionen und Referenzwerte für Investitionen mit günstiger CO2-Bilanz verabschiedet. Gegenüber dem Entwurf vom Oktober 2018 umfasst der verabschiedete Bericht zahlreiche Änderungen:

  • Low-Carbon Benchmarks:
    Umbenennung in „climate transition benchmark“. Die zugrundeliegenden Vermögenswerte müssen so ausgewählt, gewichtet oder ausgenommen werden, dass sich das Benchmark-Portfolio auf einem Entkarbonisierungspfad befindet.
  • Positive Carbon Impact Benchmarks:
    CO2-Emissionen sind im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens.

Für beide Kategorien sollen zudem zusätzliche Anforderungen gelten. Unter anderem hatte die Berichterstatterin vorgeschlagen, dass Benchmark-Anbieter ab 2022 ausschließlich Positive Carbon Impact Benchmarks anbieten dürfen. Wir haben diesen Vorschlag kritisiert. Die Berichterstatterin konnte sich letztendlich nicht durchsetzen. Sobald der Rat eine Position verabschiedet hat, können die Kommission, das Parlament und der Rat in die Trilogverhandlungen einsteigen.

christian.anger@bvi.de

+32 2 213 8242

mehr

Nachhaltigkeit: EIOPA schlägt Berücksichtigung von Auswirkungen auf nachhaltige Faktoren vor

Versicherungsunternehmen sollen künftig bei ihren Investitionen berücksichtigen müssen, welche langfristigen Auswirkungen ihre Anlageentscheidungen auf...

Versicherungsunternehmen sollen künftig bei ihren Investitionen berücksichtigen müssen, welche langfristigen Auswirkungen ihre Anlageentscheidungen auf nachhaltige Faktoren haben. Dies schlägt die EIOPA in einer Konsultation zu Änderungen von Solvency II und IDD vor (vgl. S. 18 des Konsultationspapiers). Weitere  Vorschläge zu spezifischen Anforderungen an die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und -faktoren macht die Behörde nicht; sie plädiert vielmehr dafür, dass Versicherer Nachhaltigkeitsrisiken in bestehende Anforderungen integrieren, indem sie die Risiken in organisatorischen Vorgaben und in den Anforderungen an das Risikomanagement ausdrücklich benennen.

Dieser Ansatz setzt Nachhaltigkeit mit Impact Investing gleich und zwingt die Anleger damit zu letzterem. Unklar bleibt bei den Vorschlägen auch, wie mit Nachhaltigkeitsrisiken umzugehen ist, die mangels verfügbarer Daten nicht bewertet werden können. Dies darf nicht zu einem Anlageverbot führen. Zudem können Nachhaltigkeitsrisiken nur bis zu einem gewissen Detaillierungsgrad analysiert werden. Wir werden eine Stellungnahme in den BVI-Gremien abstimmen, die bis 30. Januar 2019 bei der EIOPA eingereicht werden muss.

Zum Hintergrund:
Als Teil des Aktionsplans Sustainable Finance hat die EU-Kommission die ESMA und die EIOPA aufgefordert, Vorschläge zur Anpassung der Level-2- Maßnahmen der Asset-Management- und Versicherungsregulierung für die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und -faktoren in den Investmentprozess zu entwickeln. Eine Konsultation der ESMA zur Änderung der Level-2-Maßnahmen der OGAW- und AIFM-Richtlinie sowie der MiFID ist ab der nächsten Sitzung des Board of Supervisors am 18. Dezember 2018 zu erwarten.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr
Nachhaltigkeit: EU-Kommission befragt zur Messung des Umwelt-Fußabdrucks und bereitet Ökolabel vor

Nachhaltigkeit: EU-Kommission befragt zur Messung des Umwelt-Fußabdrucks und bereitet Ökolabel vor

Die EU-Kommission hat am 18. Dezember 2018 eine Umfrage dazu abgeschlossen, mit welchen Methoden Anleger und Finanzmarktteilnehmer ihren Umwelt-Fußabdruck...

Die EU-Kommission hat am 18. Dezember 2018 eine Umfrage dazu abgeschlossen, mit welchen Methoden Anleger und Finanzmarktteilnehmer ihren Umwelt-Fußabdruck messen. Hintergrund ist eine 2013 gestartete Initiative der Kommission zur standardisierten Messung des Umwelt-Fußabdrucks von Produkten (Product Environmental Footprint – PEF) und Organisationen (Organisation Environmental Footprint – OEF), die einen einheitlichen Binnenmarkt für grüne Produkte fördern soll.

Außerdem können sich jetzt auch Finanzmarktteilnehmer für eine Mitgliedschaft im EU Ecolabelling Board bewerben, da das Label auf Finanzprodukte erweitert werden soll. Abgabeschluss für die Bewerbung ist der 15. Januar 2019.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr

Brexit: Bestandsschutz für Anlagen von Bausparkassen, Solvency-I-Unternehmen und Pensionsfonds

Der Regierungsentwurf eines Brexit-Steuerbegleitgesetzes sieht auch Änderungen des Bausparkassengesetzes, der Anlageverordnung sowie der...

Der Regierungsentwurf eines Brexit-Steuerbegleitgesetzes sieht auch Änderungen des Bausparkassengesetzes, der Anlageverordnung sowie der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung vor. Diese Vorschriften knüpfen bei den erwerbbaren Vermögensgegenständen teilweise an die Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an. Nach dem Regierungsentwurf soll für Vermögensgegenstände, die vor dem Brexit zulässigerweise erworben wurden, Bestandsschutz gelten. So können Bestandsanlagen, die die aufsichtsrechtlichen Anforderungen am 30. März 2019 nicht mehr erfüllen, weiterhin gehalten werden.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

Vereinigtes Königreich darf Brexit ohne EU-Zustimmung stoppen

Das Vereinigte Königreich (UK) könnte den Brexit einseitig und ohne Zustimmung der übrigen EU-Mitgliedstaaten stoppen. Dies entschied der Europäische...

Das Vereinigte Königreich (UK) könnte den Brexit einseitig und ohne Zustimmung der übrigen EU-Mitgliedstaaten stoppen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 10. Dezember 2018 in Luxemburg. Auf Antrag mehrerer Abgeordneter des schottischen Parlaments, des Parlaments des Vereinigten Königreichs und des EU-Parlaments hat ein schottisches Gericht dem EuGH die Frage vorgelegt, ob ein Mitgliedstaat, die Erklärung des Austritts nach Artikel 50 der EU-Verträge einseitig zurücknehmen kann und, wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Das Urteil fiel einen Tag vor der Abstimmung des Parlaments über das zwischen Theresa May und den EU-27 ausgehandelte Austrittsabkommen, für das sich keine Mehrheit abzeichnet. Die Regierungschefin hatte daraufhin die Abstimmung verschoben.

Die EU-Kommission und der Rat hatten vor dem EuGH argumentiert, das Verfahren lasse sich nur mit einem einstimmigen Beschluss des Rates stoppen. Der EuGH sieht dies anders und führt aus, dass Artikel 50 der EU-Verträge es zulasse, eine Austrittserklärung einseitig zurückzunehmen, und zwar bis zum Abschluss des Austrittsabkommens. Voraussetzung sei, dass über die Rücknahme im Einklang mit den verfassungsrechtlichen Vorschriften des Mitgliedstaats entschieden worden sei. Außerdem müsse die Rücknahme dem Europäischen Rat förmlich mitgeteilt werden, und es dürfe keine missbräuchliche Praxis vorliegen. Das Vereinigte Königreich könne demnach unter unveränderten Bedingungen Mitglied der EU bleiben, so der Gerichtshof in Luxemburg.

lisa.hoyng@bvi.de

+32 2 213 8240

mehr
EZB sieht Bedarf für weitere Fondsregulierung

EZB sieht Bedarf für weitere Fondsregulierung

In ihrem Finanzstabilitätsbericht für die Euro-Zone vom November 2018 äußert sich die EZB besorgt über gestiegene Liquiditätsrisiken in Investmentfonds. Nach A...

In ihrem Finanzstabilitätsbericht für die Euro-Zone vom November 2018 äußert sich die EZB besorgt über gestiegene Liquiditätsrisiken in Investmentfonds. Nach Analysen der EZB sind etwa die Hälfte aller Vermögenswerte in den Portfolien der Rentenfonds illiquide, während die Liquiditätspuffer im letzten Jahr konstant abgenommen haben. Die Risiken dieser Fonds für die Finanzstabilität in der Euro-Zone müssen nach Ansicht der EZB besser analysiert und überwacht werden.

Dem Bericht beigefügt ist eine vertiefte Untersuchung der Risiken durch ETFs, die sich vor allem mit Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken befasst. Die Autoren vertreten die These, dass die existierenden EU-Vorgaben die Spezifika der ETFs nur unzureichend berücksichtigen. Insbesondere fehle es an einer Regulierung des „Creation/Redemption“-Prozesses für die Ausgabe der ETF-Anteile oder an Standards für die ETF-Arbitrage. Diesbezügliche Regeln könnten in die OGAW-/AIFM-Richtlinien integriert oder in einem gesonderten Rahmen für ETFs erlassen werden. Nach unserem Verständnis sind dies derzeit keine offiziellen Forderungen der EZB.

magdalena.kuper@bvi.de

+49 69 15 40 90 263

mehr

BVI nimmt Stellung zur Reform des Deutschen Corporate Governance Kodex

Viele Investorenbeiträge in der Anhörung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 4. Dezember 2018 befürworteten unsere Forderungen zur...

Viele Investorenbeiträge in der Anhörung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 4. Dezember 2018 befürworteten unsere Forderungen zur Kodexreform.

Wir begrüßen grundsätzlich die Reform, die zu einer deutlichen Kürzung des Textes, aber auch zu neuen Governance-Grundsätzen geführt hat, zu denen sich die Portfoliounternehmen der Fonds in einem „Apply and Explain“-Ansatz transparent äußern sollen (vgl. Newsletter 19/2018). In der Anhörung bedauerten die Investorenvertreter u.a. die Streichung des Prinzips „one share – one vote“, die Ausgestaltung der Vorstandsvergütung und die angebotenen Kriterien für die Feststellung der Unabhängigkeit von Aufsichtsräten sowie die zeitliche Begrenzung des Unabhängigkeits-Status auf zwölf Jahre, die nur teilweise mit den BVI-Analyseleitlinien für Hauptversammlungen kompatibel sind. Die Konsultation des überarbeiteten Kodex läuft bis Ende Januar 2019. Wir werden in unserer Stellungnahme die in der Anhörung vorgetragenen Forderungen hinterlegen.

rudolf.siebel@bvi.de

+49 69 15 40 90 255

mehr

Wertpapierprospekte: EU-Kommission und BMF schlagen weitere Umsetzungsmaßnahmen vor

Die EU-Kommission konsultiert noch bis 26. Dezember 2018 die delegierten Rechtsakte nach der Wertpapierprospekt-Verordnung zu den Inhalten der...

Die EU-Kommission konsultiert noch bis 26. Dezember 2018 die delegierten Rechtsakte nach der Wertpapierprospekt-Verordnung zu den Inhalten der Wertpapierprospekte. Einzelheiten regeln verschiedene Anhänge. Für geschlossene Fonds ist der Anhang IV relevant.

Zuvor hatte bereits das BMF den Referentenentwurf eines Gesetzes zur weiteren Ausführung der EU-Prospektverordnung und zur Änderung von Finanzmarktgesetzen konsultiert. Das Gesetz enthält auch einzelne redaktionelle Folgeänderungen zum KAGB.

Offene Fonds sind vom Wertpapierprospektrecht ausgenommen. Geschlossene Fonds sind erfasst, wenn sie Wertpapiere öffentlich anbieten (z.B. Aktien einer Investmentaktiengesellschaft).

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr
BaFin veröffentlicht Liste unabhängiger Analysten nach Marktmissbrauchsrecht

BaFin veröffentlicht Liste unabhängiger Analysten nach Marktmissbrauchsrecht

Die BaFin hat im Zusammenhang mit dem Marktmissbrauchsrecht eine Liste der institutsunabhängigen Analysten veröffentlicht. Das Marktmissbrauchsrecht enthält...

Die BaFin hat im Zusammenhang mit dem Marktmissbrauchsrecht eine Liste der institutsunabhängigen Analysten veröffentlicht. Das Marktmissbrauchsrecht enthält Vorgaben für die Erstellung und Weitergabe von Anlagestrategie- und Anlageempfehlungen, deren Einhaltung die BaFin überprüft. Das kann die Behörde allerdings nur, wenn sie die Marktteilnehmer und deren Aktivitäten kennt. Deshalb müssen Personen, die Anlagestrategie- und Anlageempfehlungen erstellen oder verbreiten, ihre Tätigkeit bei der BaFin anzeigen. Von der Anzeigepflicht ausgenommen sind Marktteilnehmer, von denen die BaFin bereits Kenntnis hat, wie Wertpapierdienstleister und KVGs.

julia.backmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr

MiFIR: Systematische Internalisierer müssen das Tick-Größen-Regime beachten

Eine delegierte Verordnung der EU-Kommission sieht vor, dass systematische Internalisierer künftig das Tick-Größen-Regime beachten müssen. Dies gilt aufgrund...

Eine delegierte Verordnung der EU-Kommission sieht vor, dass systematische Internalisierer künftig das Tick-Größen-Regime beachten müssen. Dies gilt aufgrund der Transparenzvorschriften zum Vorhandel (vgl. Artikel 14 MiFIR) für die Offenlegung von verbindlichen Kursofferten für Aktien, Aktienzertifikate, börsengehandelte Fonds, Zertifikate und andere vergleichbare Finanzinstrumente bei Aufträgen bis zur Standardmarktgröße. Die EU-Kommission möchte dadurch die Gesamtqualität der verfügbaren Liquidität, die effiziente Bewertung und Preisgestaltung von Finanzinstrumenten sowie die Wettbewerbsbedingungen zwischen Handelsplätzen und systematischen Internalisierern verbessern.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

EBA veröffentlicht Leitlinien zu Verbriefungen

Zur einheitlichen Auslegung der Kriterien für eine einfache, transparente und standardisierte (STS) Verbriefung gemäß der Verbriefungsverordnung hat die EBA...

Zur einheitlichen Auslegung der Kriterien für eine einfache, transparente und standardisierte (STS) Verbriefung gemäß der Verbriefungsverordnung hat die EBA Leitlinien veröffentlicht. Diese betreffen sowohl Verbriefungen von besicherten Geldmarktpapieren (Asset-Backed Commercial Papers, ABCP) als auch Nicht-ABCP-Verbriefungen. Sie sollen bei den so genannten Originatoren, Kreditgebern, Sponsoren, Verbriefungsgesellschaften, Investoren und den zuständigen Aufsichtsbehörden ein gemeinsames Verständnis über die Anforderungen an eine STS-Verbriefung gewährleisten. Die Verordnung findet auf Verbriefungen Anwendung, die ab 1. Januar 2019 emittiert werden. Die Leitlinien gelten ab 15. Mai 2019.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr
EU-Bankenpaket: EU-Parlament und Rat erzielen vorläufige Einigung

EU-Bankenpaket: EU-Parlament und Rat erzielen vorläufige Einigung

Das EU-Parlament und der Rat haben am 30. November 2018 eine vorläufige politische Einigung zum EU-Bankenpaket (bestehend aus der Kapitaladäquanzverordnung CRR...

Das EU-Parlament und der Rat haben am 30. November 2018 eine vorläufige politische Einigung zum EU-Bankenpaket (bestehend aus der Kapitaladäquanzverordnung CRR II, der Eigenkapitalrichtlinie CRD V, der Bankensanierungs- und -Abwicklungsrichtlinie BRRD sowie dem einheitlichen Abwicklungsmechanismus SRM) erzielt. Dazu gehören u.a. höhere Anforderungen bei Marktrisiko, Ausfallrisiken von Gegenparteien und Forderungen gegenüber zentralen Gegenparteien. Ebenso wurden die Umsetzung von Methoden zur Abbildung tatsächlicher Bankenrisiken sowie verbindliche Regeln für Kennzahlen zu Verschuldungsquoten und struktureller Liquidität vereinbart. Die Anforderungen an das Mindestkapital global systemrelevanter Institute sollen in die bestehenden Mindestanforderungen für Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten integriert werden. Diese Einigungen ergänzen die vorangegangenen Vereinbarungen zwischen EU-Parlament und Rat zur Bankgläubigerhierarchie und zur Rechnungslegungsvorschrift IFRS 9. Der weitere Zeitplan sieht zusätzliche Verhandlungen über die noch ausstehenden Punkte vor, darunter auch Fragen zu Vergütungen und zu den Schattenbanken-Leitlinien der EBA. Mit einer finalen Einigung über das komplette Bankenpaket ist im ersten Quartal 2019 zu rechnen.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

BaFin erlässt Anwendungshinweise zu geldwäscherechtlichen Vorschriften

Um Verpflichteten eine möglichst rechtssichere Umsetzung der neuen geldwäscherechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, hat die BaFin Auslegungs- und...

Um Verpflichteten eine möglichst rechtssichere Umsetzung der neuen geldwäscherechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, hat die BaFin Auslegungs- und Anwendungshinweise zum Geldwäschegesetz veröffentlicht. An der Konsultation des Entwurfs haben wir uns beteiligt. In der finalen Fassung hat die BaFin unsere Änderungswünsche beinahe vollständig berücksichtigt. Nur die erhofften Klarstellungen zu fondsspezifischen Themen stehen noch aus. Die BaFin hat angekündigt, diese Fragen bald in einem besonderen Auslegungsschreiben zu behandeln. Hierzu hat sie bereits Gespräche mit der Branche angekündigt.

Die BaFin hat darüber hinaus einige Anregungen seitens der Kreditinstitute in die Anwendungshinweise übernommen, die sich bei erster Einschätzung überwiegend als praxisgerechte Erleichterungen für die Verpflichteten sowie nützliche Klarstellungen darstellen. Die konkreten Auswirkungen dieser Änderungen auf Kapitalanlagegesellschaften müssen wir aber noch genauer in unserem Arbeitskreis Geldwäscheprävention erörtern.

Die Auslegungs- und Anwendungshinweise sowie die letzten Anpassungen waren auch Gegenstand der BaFin-Fachtagung „Bekämpfung Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ (Vortragsfolien), am 12. Dezember 2018 in Bonn.

alexander.kestler@bvi.de

+49 69 15 40 90 253

mehr

EU-Parlament beschließt neue Transparenzregeln für Interessenvertreter

Der Ausschuss für konstitutionelle Fragen des EU-Parlaments hat am 6. Dezember 2018 neue Transparenzregeln für die Geschäftsordnung des Parlaments beschlossen....

Der Ausschuss für konstitutionelle Fragen des EU-Parlaments hat am 6. Dezember 2018 neue Transparenzregeln für die Geschäftsordnung des Parlaments beschlossen. Künftig sollen Ausschussvorsitzende, Bericht- und Schattenberichterstatter zu Gesetzgebungsthemen sowie alle anderen Abgeordneten nur noch Interessensvertreter treffen dürfen, die nach den Regeln der interinstitutionellen Vereinbarung zwischen dem Parlament und der EU-Kommission aus dem Jahr 2014 im Transparenzregister eingetragen sind. Sämtliche Gespräche sollen zudem auf der Internetseite des Parlaments veröffentlicht werden. Das Plenum des Parlaments wird im Januar 2019 über den Bericht abstimmen. Bei positivem Votum treten die neuen Regeln zum ersten Sitzungstag der darauffolgenden Plenartagung in Kraft.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

Rumänien stellt Prioritäten für Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2019 vor

Rumänien wird während seiner Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2019 folgende Prioritäten in der Finanzmarktgesetzgebung setzen: Im Januar und Februar...

Rumänien wird während seiner Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2019 folgende Prioritäten in der Finanzmarktgesetzgebung setzen: Im Januar und Februar sollen vor allem die fortgeschrittenen Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Rat zum EU-Bankenpaket, zum grenzüberschreitenden Fondsvertrieb, zu einfacheren und effizienteren Vorschriften für Derivate (EMIR Refit) und zum europäischen privaten Altersvorsorgeprodukt PEPP abgeschlossen werden. Von März bis Ende Juni plant Rumänien Fortschritte insbesondere bei den laufenden Gesetzesvorhaben zum EU-Aufsichtsrahmen für MiFID-Firmen, zum Maßnahmenpaket Nachhaltiges Investieren, zur Reform der europäischen Aufsichtsbehörden, zum Crowdfunding und zur Abwicklung von zentralen Gegenparteien. Die rumänischen Finanzmarktattachés hatten im Vorfeld erklärt, die Qualität der Fortschritte über die Menge der Gesetzgebungsvorhaben stellen zu wollen.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

EU-Kommission fordert stärkere internationale Rolle des Euro

Die EU-Kommission hat am 5. Dezember 2018 in einer Mitteilung an das EU-Parlament, den EU-Ministerrat, die EZB, den Ausschuss der Regionen und den Europäischen...

Die EU-Kommission hat am 5. Dezember 2018 in einer Mitteilung an das EU-Parlament, den EU-Ministerrat, die EZB, den Ausschuss der Regionen und den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss zu mehr Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgefordert. Die Kommission schlägt u.a. eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und der Liquidität der europäischen Marktinfrastrukturen mittels einer Ausweitung des Anwendungsbereichs für Derivatekontrakte im Rahmen der EMIR-Verordnung vor. Verlässliche Referenzzinssätze durch konsequente Umsetzung der Benchmark-Verordnung sollen ebenso Ziel sein, wie ein stärkerer Euro an den Devisenmärkten und ein vollintegriertes Sofortzahlungssystem für den EU-Zahlungsverkehr. Im Hinblick auf den internationalen Finanzsektor fordert die Kommission u.a. die Stärkung der Rolle des Euro als Reservewährung, mehr Zusammenarbeit zwischen den Zentralbanken und die Stärkung der EU-Geldwäschevorschriften durch besseren Zugang von Drittstaaten zum Euro-Zahlungssystem.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

„Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“

Henry Ford
(1863-1947)


Steuern

BVI und Deutsche Kreditwirtschaft kritisieren Meldepflichten von Fondsanlegern

BVI und Deutsche Kreditwirtschaft kritisieren Meldepflichten von Fondsanlegern

Wir haben mit der Deutschen Kreditwirtschaft zu problematischen Konstellationen im Hinblick auf die Meldeverpflichtung (§ 138 Abs. 2 Nr. 3 AO) für...

Wir haben mit der Deutschen Kreditwirtschaft zu problematischen Konstellationen im Hinblick auf die Meldeverpflichtung (§ 138 Abs. 2 Nr. 3 AO) für Beteiligungen an Investmentfonds ausführlich Stellung genommen. Neben der Schilderung administrativer Schwierigkeiten, insbesondere bei Publikumsfonds und Dachfonds, kritisieren wir auch das Vorhaben allgemein. Generell halten wir eine Meldeverpflichtung sowohl in Bezug auf die unmittelbaren Beteiligungen an im Ausland aufgelegten Investmentfonds als auch hinsichtlich der mittelbaren ausländischen Beteiligungen, die durch in Deutschland und im Ausland aufgelegte Investmentfonds gehalten werden, für sachwidrig. Denn die Finanzverwaltung kann die auf diesem Wege erhaltenen Informationen im Grunde nicht für steuerliche Zwecke verwenden. Investmentfonds und deren Anleger unterliegen der Besteuerung nach dem Investmentsteuergesetz und eine Anwendung des Außensteuergesetzes – worauf die Meldeverpflichtung hauptsächlich abzielt – kommt nicht in Betracht.

holger.sedlmaier@bvi.de

+49 69 15 40 90 267

mehr
Abschaffung der Abgeltungsteuer? Bundesregierung bleibt weiterhin vage

Abschaffung der Abgeltungsteuer? Bundesregierung bleibt weiterhin vage

Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der FDP zur geplanten Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Zinserträge erneut nur vage Antworten gegeben. Im...

Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der FDP zur geplanten Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Zinserträge erneut nur vage Antworten gegeben. Im Kern wollte die FDP wissen, was die Bundesregierung genau unter der im Koalitionsvertrag enthaltenen Aussage versteht. Demnach könnte die Abgeltungsteuer auf Zinserträge abgeschafft werden, sobald der automatische Informationsaustausch in Steuersachen etabliert ist. Hierfür – so die Bundesregierung – müsse ein funktionierendes Verfahren vorliegen, was frühestens Mitte 2020 der Fall sein werde. Interessant ist auch die Antwort auf die Frage, aus welchen Gründen sich die Bundesregierung dagegen ausspricht, die Abgeltungsteuer auf Zinserträge beizubehalten: „Die Bundesregierung hat sich weder dafür noch dagegen ausgesprochen, die Abgeltungsteuer auf Zinserträge beizubehalten. Änderungen bei der Abgeltungsteuer hängen davon ab, dass der automatische internationale Informationsaustausch über Finanzkonten etabliert ist.“

holger.sedlmaier@bvi.de

+49 69 15 40 90 267

mehr

Altersvorsorge

PEPP: Vorläufige Einigung bei den Trilogverhandlungen erreicht

PEPP: Vorläufige Einigung bei den Trilogverhandlungen erreicht

Die EU-Kommission, das EU-Parlament und der Rat haben am 13. Dezember 2018 eine vorläufige Einigung bei den Trilogverhandlungen zum europäischen privaten...

Die EU-Kommission, das EU-Parlament und der Rat haben am 13. Dezember 2018 eine vorläufige Einigung bei den Trilogverhandlungen zum europäischen privaten Altersvorsorgeprodukt (PEPP) erzielt. Entsprechende Texte lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Folgende Punkte gelten als finalisiert: Die Kosten und Gebühren bei PEPP mit Standardanlageoption sollen insgesamt höchstens ein Prozent des jährlich angesparten Kapitals betragen. Die Zulassung der Produkte soll bei den nationalen Aufsichtsbehörden angesiedelt sein, allerdings in Kombination mit einer Ermächtigung für die EIOPA zur nachträglichen Intervention. Zudem müssen PEPP-Anbieter in mindestens zwei Mitgliedstaaten sogenannte „compartments“ (PEPP-Vorsorgekammern) für ihre Kunden eröffnen. Die finale Einigung im Trilog wird voraussichtlich im Januar 2019 erfolgen.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr
US-Fondsverband ist gegen verpflichtende Kapitalgarantie beim Standard-PEPP

US-Fondsverband ist gegen verpflichtende Kapitalgarantie beim Standard-PEPP

In einem Interview äußert sich der US-Fondsverband ICI Global zu dem von der EU geplanten europäischen Altersvorsorgeprodukt PEPP. Anna Driggs (ICI Global)...

In einem Interview äußert sich der US-Fondsverband ICI Global zu dem von der EU geplanten europäischen Altersvorsorgeprodukt PEPP. Anna Driggs (ICI Global) erteilt der viel diskutierten Frage, ob eine „default investment option“ im PEPP eine verpflichtende Kapitalgarantie vorsehen sollte, mit dem Hinweis auf die Kosten von Garantien eine deutliche Absage.

elmar.jatzkowski@bvi.de

+49 69 15 40 90 269

mehr

Bundeskabinett beschließt Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze

Das Bundeskabinett hat Ende November 2018 den dritten Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre beschlossen. Alle vier Jahre berichtet die...

Das Bundeskabinett hat Ende November 2018 den dritten Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre beschlossen. Alle vier Jahre berichtet die Bundesregierung darin über die Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie die wirtschaftliche und soziale Situation älterer Arbeitnehmer. Zentrale Ergebnisse des Berichts sind:

  • Die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen ist seit 2000 stärker gestiegen als in allen anderen EU-Ländern, und zwar von 20 Prozent auf über 58 Prozent im Jahr 2017.
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 bis 64 Jahren ist seit dem Jahr 2000 um rund 1,5 Millionen auf 2,1 Millionen gestiegen.
  • Immer mehr Unternehmen stellen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels, zum Beispiel durch eine stärkere Einbindung Älterer in betriebliche Weiterbildung oder durch eine altersgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze.
elmar.jatzkowski@bvi.de

+49 69 15 40 90 269

mehr

Bundeskabinett beschließt Rentenversicherungsbericht

Das Bundeskabinett hat Ende November den Rentenversicherungsbericht 2018 beschlossen. Mit ihm informiert die Bundesregierung gemäß ihrer gesetzlichen...

Das Bundeskabinett hat Ende November den Rentenversicherungsbericht 2018 beschlossen. Mit ihm informiert die Bundesregierung gemäß ihrer gesetzlichen Verpflichtung jährlich über die aktuelle Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Vor dem Hintergrund einer positiven Wirtschaftslage bescheinigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil der Rentenversicherung eine gute Finanzlage. Die wesentlichen Ergebnisse des Berichts sind:

  • Für Ende 2018 wird die Nachhaltigkeitsrücklage auf rund 38 Milliarden Euro geschätzt.
  • Das Sicherungsniveau vor Steuern beträgt derzeit 48,1 Prozent. Die neu eingeführte Sicherungslinie verhindert ein Absinken des Sicherungsniveaus unter 48 Prozent bis zum Jahr 2025. Zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2032 beträgt es 44,9 Prozent.
  • Der Beitragssatz bleibt bis zum Jahr 2023 bei 18,6 Prozent. Anschließend steigt er auf 19,9 Prozent im Jahr 2024 und wird ab 2025 durch die Sicherungslinie bei 20 Prozent gehalten. Zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2032 beträgt er 22,5 Prozent.
elmar.jatzkowski@bvi.de

+49 69 15 40 90 269

mehr

Wissenschaftler und Praktiker diskutieren über Lebenszyklusmodelle und Garantien

Rund 140 Teilnehmer, darunter auch viele Studierende, diskutierten auf dem Investment-Hochschultag am 13. November 2018 in Frankfurt intensiv mit den Referenten...

mehr

Rund 140 Teilnehmer, darunter auch viele Studierende, diskutierten auf dem Investment-Hochschultag am 13. November 2018 in Frankfurt intensiv mit den Referenten über Lebenszyklusmodelle und Garantien in der Altersvorsorge. Den Ansatz eines „Pan-European Pension Product (PEPP)“ und die Vorteile von Lebenszyklusmodellen stellten Prof. Theo Nijman (Tilburg University, Niederlande), Prof. Claudio Tebaldi (Universität Bocconi, Mailand) und Christof Quiring (Fidelity) vor. Ausgehend von aktuellen Untersuchungen zum deutschen Markt erläuterte Prof. Raimond Maurer (Goethe-Universität, Frankfurt) die Vor- und Nachteile von Garantien in der Altersvorsorge. Sebastian Mentel (DWS) steuerte die Sicht der Praxis bei.

v.l.n.r.: Prof. Raimond Maurer, Prof. Theo Nijman, Prof. Claudio Tebaldi, Sebastian Mentel, Christof Quiring


Der Investment-Hochschultag ist eine gemeinsame Veranstaltung des BVI und des Lehrstuhls für Investment, Portfolio Management und Alterssicherung, Goethe-Universität Frankfurt, unter Leitung von Prof. Raimond Maurer.

wolfgang.raab@bvi.de
+49 69 15 40 90 228


Marktinfrastruktur

BVI und weitere Verbände attackieren Marktdatenkosten

BVI und weitere Verbände attackieren Kosten von Marktdaten

Wir haben uns gemeinsam mit der Alternative Investment Management Association, dem Bundesverband Alternative Investments, dem englischen Fondsverband und der...

Wir haben uns gemeinsam mit der Alternative Investment Management Association, dem Bundesverband Alternative Investments, dem englischen Fondsverband und der Managed Funds Association an die ESMA gewandt. Wir weisen auf die – trotz der MIFID – nicht mehr akzeptable Situation immer neuer und teurerer Marktdatenprodukte hin, die mit zunehmenden Datenlizenzverlangen für jeden Nutzungsaspekt sowie aggressive Vor-Ort-Prüfungen (Audits) der Börsen. Wir empfehlen zur effektiven Kostenkontrolle für die Marktdatenangebote eine kritische Überprüfung der Aktivitäten der Börsen durch von der ESMA koordinierte Maßnahmen der nationalen Aufsichtsbehörden sowie ESMA-Vorschläge zur Überprüfung der MIFID-Kostenregeln. Schließlich regen wir ein international koordiniertes Vorgehen der in der IOSCO organisierten Aufsichtsbehörden an. Wir erinnern die ESMA auch an die Kostenproblematik beim Bezug und der Nutzung von Rating- und Indexdaten.

Parallel haben die Verbände der Wertpapierhändler Dänemarks und Schwedens eine Studie des Thinktank Copenhagen Economics „Pricing of Market Data“ nach MiFID II vorgestellt. Sie enthält neben einer Darstellung der Marktentwicklung von Finanzmarktdaten in den letzten zehn Jahren konkrete Empfehlungen an die Politik. Diese entsprechen im Wesentlichen unseren Finanzmarktdateninitiativen, die wir zuletzt in den Gremien abgestimmt und im Zusammenhang mit der Einrichtung der Wettbewerbskommission 4.0 auch der Bundesregierung vorgetragen haben.

Zudem haben wir uns bei der vom französischen Verband COSSIOM organisierten Jahrestagung der Datennutzerverbände am 30. November 2018 für eine abgestimmte Interessenvertretung der Verbände des Finanzsektors auf Basis der BVI-Überlegungen gegenüber dem europäischen Gesetzgeber eingesetzt. Die verstärkte Verbändekoordination wird im Januar 2019 mit einer Aussprache zu der Copenhagen-Economics-Studie beginnen.

rudolf.siebel@bvi.de

+49 69 15 40 90 255

mehr

BVI setzt sich beim Finanzstabilitätsrat für Stärkung des globalen LEI-Systems ein

In einem „Industry Roundtable“ (Agenda) des Finanzstabilitätsrats (FSB) am 10. Dezember 2018 in London begrüßte Rudolf Siebel die Absicht, die Umsetzung des...

In einem „Industry Roundtable“ (Agenda) des Finanzstabilitätsrats (FSB) am 10. Dezember 2018 in London begrüßte Rudolf Siebel die Absicht, die Umsetzung des globalen Legal-Entity-Identifier-Systems (GLEIS) im Rahmen einer Konsultation der FSB-Mitglieder kritisch zu überprüfen (vgl. Newsletter 17/2018. Das GLEIS hat das Potenzial, bei einer weiteren Abdeckung der Unternehmen die globale und einzig lizenzfreie Datenquelle zu werden. Sowohl die LEI-Daten selbst (inklusive Angaben zur Konzernstruktur, den Eigentümern und Niederlassungen von Unternehmen), als auch die Informationen zu Vorständen und Funktionsträgern („individuals acting in a business capacity”) sind neben Dienstleistungen – wie dem Abgleich des LEI mit dem Business Identifier Code des Unternehmens oder den ISINs der vom Unternehmen ausgegebenen Finanzinstrumente – wertvolle Hilfen im Portfolio- und Risikomanagement der Fondsgesellschaften. Das GLEIS trägt auch dazu bei, die Datenkosten der KVGs zu senken. Neue Vergaberegeln für den LEI befördern zudem eine höhere Abdeckung des GLEIS (vgl. BVI-Position). Der Finanzstabilitätsrat hat zuvor die Markteilnehmer um Anregungen zur Durchführung einer Konsultation und Weiterentwicklung des GLEIS gebeten.

Zur weiteren Verbesserung der Nutzerqualität hat das LEI-System einen Webcast „Advancing Digital Identity with the LEI“ veröffentlicht sowie die Betaversion 2.0 der LEI-Suche zur öffentlichen Prüfung bereitgestellt.

rudolf.siebel@bvi.de

+49 69 15 40 90 255

mehr

MiFIR: BaFin erneuert Allgemeinverfügungen zur Nachhandelstransparenz

Nach den Vorschriften der MiFIR zur Nachhandelstransparenz müssen Marktteilnehmer Einzelheiten zu Geschäften mit Finanzinstrumenten grundsätzlich unverzüglich...

Nach den Vorschriften der MiFIR zur Nachhandelstransparenz müssen Marktteilnehmer Einzelheiten zu Geschäften mit Finanzinstrumenten grundsätzlich unverzüglich veröffentlichen. Die BaFin hatte jedoch unter bestimmten Voraussetzungen eine spätere Veröffentlichung der Geschäfte erlaubt, diese Ausnahmen aber bis 1. Januar 2019 befristet. Die BaFin hat nun mit neuen Allgemeinverfügungen die Ausnahmen um ein weiteres Jahr bis 1. Januar 2020 verlängert.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

ESMA: Tick-Mindestgrößen für Drittstaateninstrumente anpassen

Die ESMA hat ihren Abschlussbericht zur Änderung einer delegierten Verordnung (2017/588) über technische Regulierungsstandards für ein Tick-Größen-System...

Die ESMA hat ihren Abschlussbericht zur Änderung einer delegierten Verordnung (2017/588) über technische Regulierungsstandards für ein Tick-Größen-System vorgelegt. Gemäß der delegierten Verordnung ist die Tick-Mindestgröße für Aktien auf die durchschnittliche tägliche Zahl von Transaktionen auf dem liquidesten Markt in der EU abgestimmt. Diese Kennzahl ist ein passender Liquiditätsindikator für die überwiegende Mehrheit der Eigenkapitalinstrumente, eignet sich aber nur bedingt für Instrumente, bei denen sich die Liquidität überwiegend außerhalb der EU befindet (Drittstaateninstrumente). So würden auf EU-Handelsplätzen für diese Drittstaateninstrumente Tick-Mindestgrößen gelten, die größer sind als die auf Nicht-EU-Handelsplätzen. Das führt zu einem Wettbewerbsnachteil. Die ESMA hält es daher für notwendig, die delegierte Verordnung zu ändern und den zuständigen Aufsichtsbehörden ein Eingriffsrecht einzuräumen. Das soll sicherstellen, dass die für Drittstaateninstrumente geltenden Tick-Größen angemessen sind.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

EMIR: EFAMA fordert Eingruppierung der CCP-Kundenkategorie (3) unter Small Financial Counterparties

Die EFAMA hat die ESMA in einem Schreiben aufgefordert, in der überarbeiteten EMIR-Verordnung die CCP-Kundenkategorie (3) (OGAWs und AIFs unter der...

Die EFAMA hat die ESMA in einem Schreiben aufgefordert, in der überarbeiteten EMIR-Verordnung die CCP-Kundenkategorie (3) (OGAWs und AIFs unter der Clearingschwelle von 8 Mrd. EUR) der neu eingerichteten Gruppe „Small Financial Counterparties (SFCs)“ zuzuordnen. Damit will die EFAMA Rechts- und Planungssicherheit für alle Marktteilnehmer erreichen. Wir unterstützen diese Forderung nachdrücklich. Denn ohne die geforderte Zuordnung besteht das Risiko, dass Marktteilnehmer von einer permanenten Clearingverpflichtung für CCP-Kunden der Kategorie (3) ausgehen und sich deshalb zu hohen Kosten an eine CCP binden, obwohl dies im Fall eines verspäteten Inkrafttretens der überarbeiteten EMIR-Verordnung nicht erforderlich wäre. Die EFAMA hat die ESMA gebeten, die Marktteilnehmer schnellstmöglich über die Eingruppierung der Kundenkategorie (3) zu informieren.

Zum Hintergrund: Anlässlich der EMIR-Überarbeitung sollen SFCs als neue Kategorie zur Eingruppierung von Marktteilnehmern eingeführt werden. Sie sollen, wie die bereits bestehende Gruppe der „Non-Financial Counterparties (NFCs)", künftig von der Clearingpflicht über eine CCP ausgenommen werden. Regulierte Investmentvermögen (OGAWs und AIFs unterhalb der Clearingschwelle von 8 Mrd. EUR) sind derzeit vor allem der CCP-Kundenkategorie (3) zugeordnet.

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

mehr
EU-Kommission veröffentlicht Standard zur Meldepflicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte

EU-Kommission veröffentlicht Standard zur Meldepflicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte

Die EU-Kommission hat einen Regulierungsstandard (Anlage) zur Umsetzung der Meldepflicht für die Wertpapierfinanzierungsgeschäfte an ein Transaktionsregister...

Die EU-Kommission hat einen Regulierungsstandard (Anlage) zur Umsetzung der Meldepflicht für die Wertpapierfinanzierungsgeschäfte an ein Transaktionsregister veröffentlicht und an den EU-Rat bzw. an das EU-Parlament zur Genehmigung übersandt. Gemäß der EU-Wertpapierfinanzierungsverordnung müssen alle in einem Investmentvermögen (OGAWs und AIFs) vereinbarten Wertpapierfinanzierungsgeschäfte an ein Transaktionsregister gemeldet werden. Diese Regelung tritt 18 Monate nach Inkrafttreten des technischen Regulierungsstandards für Investmentvermögen in Kraft. Der EU-Rat bzw. das EU-Parlament haben drei Monate Zeit zur Prüfung. Über die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt werden wir Sie informieren. Die neuen Meldeanforderungen werden wir im nächsten Jahr in unseren Gremien erörtern.

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

mehr

Kommission will Gleichwertigkeit für Schweizer Aktienhandelsplätze um sechs Monate verlängern

Die EU-Kommission schlägt eine sechsmonatige Verlängerung ihres Beschlusses vor, Handelsplätze in der Schweiz als gleichwertig anzuerkennen. Damit würden die in...

Die EU-Kommission schlägt eine sechsmonatige Verlängerung ihres Beschlusses vor, Handelsplätze in der Schweiz als gleichwertig anzuerkennen. Damit würden die in der Finanzmarktrichtlinie und -verordnung vorgesehenen Handelspflichten für Aktien in der EU auch dann als erfüllt gelten, wenn ihnen an Handelsplätzen in der Schweiz nachgekommen wird. Der Vorschlag der Kommission berücksichtigt das Verhandlungsergebnis für das Abkommen über einen institutionellen Rahmen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen der Verlängerung noch zustimmen.

Tritt der Verlängerungsbeschluss vor Auslaufen der gegenwärtigen Gleichwertigkeitsregelung Ende des Jahres in Kraft, gilt er vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019. Dann würde die vom Schweizerischen Bundesrat am 30. November 2018 erlassene Notverordnung (Erläuterung) für Handelsplätze in der EU praktisch wirkungslos. Der Handel von Schweizer Aktien könnte in bewährter Art und Weise fortgesetzt werden. Wir unterstützen eine Äquivalenz der Schweizer Handelsplätze. Zudem hat die EFAMA in einem Schreiben an die EU-Kommission auf negative Konsequenzen für Anleger bei einer Nichtanerkennung der Schweizer Börse hingewiesen.

Zum Hintergrund:
Gleichwertigkeitsbeschlüsse zu Handelsplätzen in Drittländern erlässt die Kommission dann, wenn die Handelsvolumina der im jeweiligen Drittland an geregelten Märkten zugelassenen Aktien so signifikant sind, dass sie der EU-Handelspflicht unterliegen. Dies ist bei den an den beiden Schweizer Börsen zugelassenen Aktien der Fall. Gleiches gilt für die an Handelsplätzen in den USA, Hongkong und Australien zugelassenen Aktien, für die die Kommission bereits am 13. Dezember 2017 Gleichwertigkeitsbeschlüsse gefasst hat.   

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

mehr
EZB startet Echtzeitzahlsystem

EZB startet Echtzeitzahlsystem

Die EZB hat das Echtzeitzahlsystem Target Instant Payment Settlement (TIPS) gestartet. Mit TIPS werden Zahlungen über die EZB in weniger als zehn Sekunden in...

Die EZB hat das Echtzeitzahlsystem Target Instant Payment Settlement (TIPS) gestartet. Mit TIPS werden Zahlungen über die EZB in weniger als zehn Sekunden in Zentralbankgeld abgewickelt. Um den neuen Service der EZB nutzen zu können, müssen die Banken an das TIPS-System angeschlossen sein.

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

mehr

Sicherheitsbehörde warnt vor gefälschten Mails von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der Schadsoftware „Emotet“ und empfiehlt Schutzmaßnahmen. Das BSI hat in den...

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der Schadsoftware „Emotet“ und empfiehlt Schutzmaßnahmen. Das BSI hat in den vergangenen Wochen eine auffällige Häufung von Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen erhalten, die im Zusammenhang mit Emotet stehen. Die Schadsoftware wird über gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten verbreitet. Sie liest die Kontaktbeziehungen und E-Mail-Inhalte aus den Postfächern infizierter Systeme aus. Diese Informationen nutzen die Cyberkriminellen zur weiteren Verbreitung des Schadprogramms. Durch Emotet können zusätzliche Schadprogramme nachgeladen werden, so dass die Kriminellen die vollständige Kontrolle über das System bekommen können. Da die Schadsoftware ganze Unternehmensnetzwerke lahm legen kann, gilt sie als eine der gefährlichsten Bedrohungen weltweit.

Der BVI ist Multiplikator der vom BSI gegründeten Allianz für Cyber-Sicherheit. Wir informieren Sie sowohl im Newsletter als auch im Extranet (unter Menüpunkt BVI, „Informationssicherheit“) regelmäßig über Neuigkeiten der Allianz.

armin.schmitz@bvi.de

+49 69 15 40 90 294

mehr

Veranstaltungen

BVI-Termine und BVI-Veranstaltungen

 

Informieren Sie sich hier über anstehende Termine der BVI-Ausschüsse, Arbeitskreise, Seminare und Veranstaltungen.

 

Seminare und Veranstaltungen

...

 

Informieren Sie sich hier über anstehende Termine der BVI-Ausschüsse, Arbeitskreise, Seminare und Veranstaltungen.

 

Seminare und Veranstaltungen

Level

21.1.2019

Facts, Funds and Food
CME: Equity Futures vs ETFs: Assessing the optimal tool for your trading strategy

Anmeldung und Info

■ ■

24.1.2019

Nachhaltigkeitstag

Anmeldung und Info

■ ■

29.1.2019

Das KAGB an einem Tag (in Hamburg)

Anmeldung und Info

30.1.2019

Offene Immobilienfonds an einem Tag (in Hamburg)

Anmeldung und Info

14.2.2019

Aktuelle Entwicklungen zur Reform der Zinsbenchmarks

Anmeldung und Info

■ ■

20.2.2019

Investmentfonds an einem Tag

Anmeldung und Info

■                     für Teilnehmer ohne Kenntnisse

■ ■                  für Teilnehmer mit Vorkenntnissen

■ ■ ■              für Teilnehmer mit speziellen Fachkenntnissen


Die BVI-Veranstaltungen auf einen Blick finden Sie hier. Weitere Seminare finden Sie im Extranet.

mehr

Ihr nächster Newsletter erscheint am: 14.1.2019

Informationen exklusiv für unsere Mitglieder. Die Weitergabe und Vervielfältigung dieses Newsletters sowie Verwertung und Mitteilung des Inhalts an Nicht-Mitglieder des BVI sind unzulässig. Sämtliche Rechte sind vorbehalten. Der BVI Newsletter ist mit größter Sorgfalt erstellt. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können.