Deutscher Fondsverband

Liebe Leserinnen und Leser,

in den meisten Mitgliedstaaten findet am 26. Mai die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Schätzungsweise 60 Prozent der derzeit 751 Sitze werden dann mit neuen Abgeordneten besetzt sein. Das ist viel, und doch wird sich für unsere Branche nicht viel ändern. Das liegt unter anderem an der begrenzten Macht des Parlaments. Es hat kein Initiativrecht – das liegt bei der Kommission –, es bildet keine Regierung und keine Opposition, selbst seine Rolle als Legislativorgan muss es sich noch mit den Regierungen der Mitgliedstaaten teilen. Und die Details regeln ohnehin die Beamten aus der Kommission und den europäischen Aufsichtsbehörden. Den 72 Richtlinien und Verordnungen, die seit 2011 mit Bezug auf die Fondsbranche das Parlament passiert haben, folgten 992 Rechtsakte auf Level 2 und 3.

Wir haben aber nicht nur ein Mengen-, wir haben auch ein Qualitätsproblem. MiFID II und PRIIPs zum Beispiel sind einfach schlechte Gesetze. Sie sind voller Widersprüche, politischer Zielkonflikte, Regeln, die ihre Ziele verfehlen oder deren Mehrwert gegenüber dem status quo ante nicht erkennbar ist. Wir waren vorletzte Woche in Washington. Die Amerikaner – durch ihre europäischen Töchter vertraut mit der EU-Regulierung – schütteln nur noch den Kopf und sind froh, dass es ihnen in ihrem Heimatmarkt besser ergeht. Die EU-Regulierer müssten das eigentlich wissen, es scheint sie jedoch zumindest nicht anzufechten. Unbeeindruckt regulieren sie weiter drauf los. Die Nachhaltigkeitsregulierung, obwohl erst am Anfang, wirft schon dunkle Schatten voraus. Unsere Mitglieder fragen uns oft, wie es zu diesen Regulierungsexzessen kommen kann. Zugegeben, eine Ursache liegt zweifellos im Gesetzgebungsverfahren selbst. Eine andere aber ist die von Misstrauen geprägte Einstellung zahlreicher Politiker und Beamter. Sie sehen uns als potenzielle Gefahr, vor der man Verbraucher und wen auch immer schützen muss. Unsere Belange stehen dagegen hintan. Die amerikanische Regulierung hat drei Ziele: Verbraucherschutz, Finanzmarktstabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Finanzindustrie. Das letzte Ziel fehlt in der EU und in Deutschland. Das muss sich dringend ändern hin zu mehr Ausgewogenheit. Wir stehen in einem globalen Wettbewerb. Die Regulierung wird zunehmend zum Standortnachteil und Bremsschuh. Was wir in die Umsetzung von zweifelhaften Regeln investieren (hunderte Millionen Euro allein für MIFID II), fehlt uns an anderer Stelle, z.B. Technologie. Egal wer im neuen Parlament und der neuen Kommission sitzen wird, wir müssen für einen Wandel der Einstellung kämpfen, damit es nicht so weiter geht.

Beste Grüße

 

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Statistik

Fondsbranche sammelt 24 Milliarden Euro im ersten Quartal ein

Fondsbranche sammelt 24 Milliarden Euro im ersten Quartal ein

Der Treiber im Neugeschäft sind weiterhin offene Spezialfonds mit 23,8 Milliarden Euro (vgl. Pressemitteilung deutsch / englisch). Offene Publikumsfonds...

Der Treiber im Neugeschäft sind weiterhin offene Spezialfonds mit 23,8 Milliarden Euro (vgl. Pressemitteilung deutsch / englisch). Offene Publikumsfonds verzeichneten Abflüsse von 2,2 Milliarden Euro. Zuletzt war deren Neugeschäft im Startquartal 2014 mit minus 4,8 Milliarden Euro geringer.



Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds von Anfang Januar bis Ende März 2019 führen Immobilienfonds an. Ihnen flossen netto 3 Milliarden Euro zu. Aktienfonds sammelten 1,4 Milliarden Euro ein. Dabei verzeichneten aktiv gemanagte Fonds 2,4 Milliarden Euro Zuflüsse und Aktien-ETFs eine Milliarde Euro Abflüsse. Mischfonds erzielten praktisch kein Neugeschäft. Zuletzt starteten sie 2009 noch schwächer ins Jahr, als ihnen in den ersten drei Monaten 1,4 Milliarden Euro abflossen. Geldmarktfonds und Rentenfonds prägen das Absatzbild der Publikumsfonds mit Abflüssen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro. Dabei verkauften Anleger allein Euro-Kurzläuferfonds im Wert von 5,4 Milliarden Euro.

frank.bock@bvi.de

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Offene Immobilienfonds setzen stärker auf Handels- und Gastronomieflächen

Offene Immobilienfonds setzen stärker auf Handels- und Gastronomieflächen

Unsere Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Spezialfonds und Publikumsfonds den Anteil von Büros und Praxisräumen in den letzten vier Jahren...

Unsere Auswertung der offenen Immobilienfonds zeigt, dass Spezialfonds und Publikumsfonds den Anteil von Büros und Praxisräumen in den letzten vier Jahren reduziert und dafür mehr auf Handel und Gastronomie gesetzt haben. Bei den Publikumsfonds liegt mit 55 Prozent weiterhin der Schwerpunkt auf Büro und Praxis, gefolgt von Handel und Gastronomie mit 26 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen Hotels. Ihr Anteil stieg von 4 Prozent auf 9 Prozent.


Bei den Spezialfonds entfallen 33 Prozent auf Büro- und Praxisflächen sowie 32 Prozent auf Handel und Gastronomie. Wohnimmobilien haben ihren Anteil von 6 Prozent auf 15 Prozent mehr als verdoppelt.

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Studie: Mittelgroße Asset Manager arbeiten verhältnismäßig ineffizient

Viele Marktbeobachter erwarten sinkende Gewinnmargen und steigenden Wettbewerbsdruck im Asset Management. Sie begründen ihre Prognose mit niedrigeren Erträgen,...

Viele Marktbeobachter erwarten sinkende Gewinnmargen und steigenden Wettbewerbsdruck im Asset Management. Sie begründen ihre Prognose mit niedrigeren Erträgen, zum Beispiel durch die weitere Verbreitung von ETFs und die möglicherweise anstehende Regulierung von Fondsgebühren. Gleichzeitig entsteht größerer Aufwand durch regulatorische Vorgaben und den technologischen Wandel. Die BCG-Studie „How Asset Managers Can Win in a Winner-Takes-All World“ zeigt, welche Asset Manager besonders unter dieser Entwicklung leiden: Mittelgroße Anbieter (Gruppen mit einem verwalteten Vermögen zwischen 250 und 500 Milliarden US-Dollar) spüren den Druck relativ stark. Ihre Kostenquote liegt im Schnitt bei 19 Basispunkten. Kleinere Anbieter (17 Basispunkte) und vor allem besonders große Anbieter (12 bis 16 Basispunkte) schneiden hingegen deutlich besser ab. Sie können sich entweder besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und damit Aufwand sparen oder durch ihre Größe Skaleneffekte nutzen.

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ESG-Kriterien sind bei Institutionellen noch nicht flächendeckend im Einsatz

56 Prozent der Institutionellen berücksichtigen ESG-Kriterien bei der Kapitalanlage. 44 Prozent lassen hingegen solche Kriterien bislang außer Acht. Etwa die...

56 Prozent der Institutionellen berücksichtigen ESG-Kriterien bei der Kapitalanlage. 44 Prozent lassen hingegen solche Kriterien bislang außer Acht. Etwa die Hälfte aller im Rahmen einer Studie der Ratingagentur Telos befragten Anleger plant künftig eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. Ein Drittel möchte das bisherige Niveau beibehalten. Jeweils acht Prozent wollen auch künftig keine Nachhaltigkeitskriterien einbeziehen bzw. sind noch unschlüssig. Die höchste Relevanz aus Sicht der institutionellen Investoren haben Kriterien zur Unternehmensführung (Governance), gefolgt von Umwelt (Environment) und Soziales (Social).



Bei den Verfahren zur Einbindung von Nachhaltigkeit, die auch kombiniert werden können, dominieren Ausschlusskriterien (80 Prozent). Dies ist sicherlich auch auf die einfache Umsetzbarkeit zurückzuführen. Mit deutlichem Abstand folgen Engagement- und Best-in-Class-Ansätze (jeweils 30 Prozent).

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Studie. An der Umfrage, die im Oktober 2018 durchgeführt wurde, haben insbesondere Vertreter von Altersvorsorgeeinrichtungen, Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften, Kreditinstituten, Family Offices und Stiftungen teilgenommen. Darüber hinaus hat Telos in einem Kompendium für Asset Manager sowie für Master-/Service-KVGs und Verwahrstellen Fachbeiträge sowie Anbieter mit Lösungsansätzen zusammengestellt.

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Netto-Vermögen offener Immobilien-Publikumsfonds erstmals über 100 Milliarden Euro

Im ersten Quartal 2019 stieg das Netto-Vermögen der offenen Immobilien-Publikumsfonds erstmals über die Marke von 100 Milliarden Euro. Gleichzeitig drängen...

Im ersten Quartal 2019 stieg das Netto-Vermögen der offenen Immobilien-Publikumsfonds erstmals über die Marke von 100 Milliarden Euro. Gleichzeitig drängen neue Anbieter und Produkte auf den Markt: Allein zwischen März 2016 und März 2019 hat sich die Zahl der Fonds von 45 auf 57 erhöht. Damit sind die Turbulenzen im Segment der offenen Immobilienfonds nach 2011 – inklusive teils mehrfacher Aussetzung der Anteilscheinrücknahme und Abwicklung von 18 Fonds – überstanden.

Im Schnitt haben offene Immobilienfonds nach Angaben von Scope Analysis eine hohe Vermietungsquote von 95,8 Prozent per Ende 2018. Im Jahr 2011 betrug die durchschnittliche Vermietungsquote 91,8 Prozent. Wenn keine geeigneten Anlageobjekte zu finden sind, geben viele Fonds keine neuen Anteile mehr aus, statt auf weniger rentable Immobilien auszuweichen. Dies spiegelt sich in der – im historischen Vergleich – relativ geringen Wachstumsrate wider: Während sich das Fondsvermögen der offenen Immobilien-Publikumsfonds zwischen 1977 und 1999 alle zwei bis sechs Jahre verdoppelte, dauerte der Sprung von 50 auf 100 Milliarden Euro über 19 Jahre. Auch die Entwicklung seit dem letzten Tiefpunkt 2014 ist – verglichen mit früheren Wachstumsphasen – moderat.

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Recht

MiFID II: BVI kritisiert kontraproduktive Verbraucherschutzvorschriften

MiFID II: BVI kritisiert kontraproduktive Verbraucherschutzvorschriften

In einer Anhörung zu MiFID II und MIFIR am 29. April 2019 beim BMF haben wir unsere zentralen Kritikpunkte an den Verbraucherschutzvorschriften erläutert (vgl....

In einer Anhörung zu MiFID II und MIFIR am 29. April 2019 beim BMF haben wir unsere zentralen Kritikpunkte an den Verbraucherschutzvorschriften erläutert (vgl. Beitrag zur Kritik an den Sekundärmarktthemen). Wir bekräftigten unsere Bedenken hinsichtlich der überbordenden und kontraproduktiven Informationspflichten gegenüber Privatanlegern und die fehlende Berücksichtigung der Informationsbedürfnisse professioneller Anleger. Darüber hinaus kritisierten wir nachdrücklich die restriktive Auslegung der BaFin bei Zuwendungen, die letztlich auf ein Gewinnverbot im Provisionsvertrieb hinausläuft. Auch PRIIPs kam zur Sprache. Hier konnten wir die irreführende Berechnungsmethode für Transaktionskosten erläutern. Die Anhörung stand im Zusammenhang mit der BMF-Konsultation zu den praktischen Erfahrungen mit MiFID II und MiFIR Anfang des Jahres (vgl. Newsletter 5/2019).

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BVI: Kriterien für das EU-Ecolabel müssen praktikabel sein

BVI: Kriterien für das EU-Ecolabel müssen praktikabel sein

Im Zusammenhang mit den Plänen der EU-Kommission, das EU-Ecolabel für Finanzprodukte einzuführen, begrüßen wir in unserer Stellungnahme die vorgeschlagene...

Im Zusammenhang mit den Plänen der EU-Kommission, das EU-Ecolabel für Finanzprodukte einzuführen, begrüßen wir in unserer Stellungnahme die vorgeschlagene Anwendung auf Publikumsfonds. Gleichzeitig machen wir deutlich, dass die technischen Kriterien für das EU-Ecolabel praktisch erprobt sein müssen, um deren Umsetzbarkeit für breit diversifizierte Fonds zu gewährleisten. Schwellenwerte für den Grad der „Grünheit“ auf Portfolio- und Unternehmensebene müssen hinreichend praxiserprobt sein. Im Hinblick auf Vorgaben für Ausschlusskriterien mahnen wir zur Vorsicht, um das Anlageuniversum für grüne Anlagen nicht zu stark zu beschneiden. Ausschlüsse auf Grund von rein ethischen Überlegungen sollten aus unserer Sicht im Rahmen des EU-Ecolabels nicht verpflichtend sein.

Zum Hintergrund:
Das Joint Research Center (JRC) der EU-Kommission hat im Rahmen einer Expertenanhörung erste Vorschläge für technische Kriterien für das EU-Ecolabel für Finanzprodukte vorgestellt und um Anmerkungen bis zum 6. Mai 2019 gebeten. Eine zweite Konsultationsrunde ist für Herbst 2019 geplant. Details zum EU-Vorhaben zur Einführung des EU-Ecolabels sind aus der Präsentation des JRC ersichtlich. Unsere Anliegen sind im Wesentlichen auch in der Stellungnahme der EFAMA enthalten.

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BaFin positioniert sich zur Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft

Die BaFin hat die Ausgabe 2/2019 ihrer Publikationsreihe „Perspektiven“ ausschließlich der Nachhaltigkeit gewidmet. Sie enthält Beiträge und Interviews, die...

Die BaFin hat die Ausgabe 2/2019 ihrer Publikationsreihe „Perspektiven“ ausschließlich der Nachhaltigkeit gewidmet. Sie enthält Beiträge und Interviews, die sich mit Risiken und Chancen aus der Nachhaltigkeit für die jeweiligen Finanzmarktsektoren befassen. Die Publikation erfolgte anlässlich der BaFin-Konferenz „Nachhaltige Finanzwirtschaft“, die am 9. Mai 2019 in Berlin stattgefunden hat. Dort erläuterte Professor Harald Lesch (Ludwig-Maximilians-Universität München) die Rolle des Finanzsektors bei der Transformation hin zu einer ökologischen, nachhaltigen, dekarbonisierten Gesellschaft. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, inklusive Netz- und Speicherkapazitäten, brauche sehr viel Geld und das müsse jetzt investiert werden. Levin Holle (Leiter der Abteilung Finanzmarktpolitik im BMF) beschrieb die Pläne des EU-Gesetzgebers. Dabei warb er für Nachbesserungen bei der geplanten Taxonomie. Die Bundesregierung werde sich dafür einsetzen, dass bei dieser Klassifizierung nachhaltiger Finanzanlagen nicht dichotom in „grün“ und „schwarz“ kategorisiert werde. Diese Einteilung sei nicht zielführend. Elisabeth Roegele (Exekutivdirektorin Wertpapieraufsicht und Vizepräsidentin der BaFin) bestätigte in ihrem Vortrag, dass es auch in Zukunft zum Beispiel Fonds geben werde, die die ESG-Kriterien nicht erfüllen. Eine Überbetonung von Nachhaltigkeit in der Anlageberatung könne außerdem zu Enttäuschung führen.  

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ESMA veröffentlicht Empfehlungen zur Integration von Nachhaltigkeit

Die ESMA hat die finalen Berichte zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und -faktoren in die Level-2-Vorschriften zum OGAW- und AIFM-Rechtsrahmen sowie...

Die ESMA hat die finalen Berichte zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und -faktoren in die Level-2-Vorschriften zum OGAW- und AIFM-Rechtsrahmen sowie unter MiFID II an die EU-Kommission übermittelt. Der im Rahmen der Konsultationen vorgestellte, prinzipienbezogene Regelungsansatz (vgl. Newsletter 1/2019) bleibt dabei erhalten. Die ESMA betont aber, dass sie weiteren Bedarf für aufsichtliche Konvergenz in diesem Bereich sieht und weitere Konkretisierungen auf Level 3 nicht ausschließt. In den Vorgaben für interne Prozesse für OGAWs und AIFs hat die ESMA bereits die Ergebnisse der Offenlegungs-Verordnung reflektiert (vgl. Newsletter 4/2019). Als Folge schlägt sie vor, in den Anforderungen an die interne Organisation, Ressourcen, Geschäftsleitung, den Umgang mit Interessenkonflikten und das Risikomanagement nur die Nachhaltigkeitsrisiken zu berücksichtigen. Im Rahmen der Investment-Due-Diligence sollen OGAW-Verwalter und AIF-Manager hingegen auch die wesentlichen nachteiligen Wirkungen der Anlageentscheidung auf Nachhaltigkeitsfaktoren beachten, wenn sie dazu nach der Offenlegungs-Verordnung verpflichtet sind. Diese Pflicht betrifft alle Fondsgesellschaften mit im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Mitarbeitern sowie Fondsgesellschaften, die sich im Rahmen der „comply or explain“-Erklärung zur Berücksichtigung dieser Auswirkungen freiwillig bereit erklären. Weitere Details der ESMA-Vorschläge haben wir in einem Memo zusammengestellt. Die ESMA schlägt vor, eine Überprüfungsklausel in die MiFID II sowie den OGAW- und AIFM-Rechtsrahmen aufzunehmen.

Zeitgleich hat auch die EIOPA ihre Empfehlungen zur Integration der Nachhaltigkeit unter Solvency II und der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD veröffentlicht. Eine aktualisierte Übersicht über den Stand der diversen EU-Verfahren mit Bezug zur Nachhaltigkeit finden Sie hier.

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BVI fordert eine geordnete Umsetzung der Engagement-Berichtspflichten für KVGs

In unserer Stellungnahme zum Regierungsentwurf zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (vgl. Newsletter 5/2019) sprechen wir uns dafür aus, die...

In unserer Stellungnahme zum Regierungsentwurf zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (vgl. Newsletter 5/2019) sprechen wir uns dafür aus, die Umsetzungsfristen für KVGs und andere institutionelle Anleger an die Umsetzung der Kommunikationspflichten der Emittenten und Intermediäre anzugleichen. Letztere treten EU-weit erst am 3. September 2019 in Kraft. Vorher werden KVGs nur unzureichend Bestätigungen über die Ausübung ihrer Stimmrechte erhalten und können dementsprechend nicht sinnvoll darüber berichten. Außerdem fordern wir eine Einschränkung der Berichtspflichten auf Aktien, die in der EU zum Handel zugelassen sind, sowie eine Klarstellung des Begriffs des Intermediärs. Im Sinne einer angemessenen Corporate Governance plädieren wir dafür, die Abstimmung der Hauptversammlung über die Vergütungspolitik für verbindlich zu erklären. Die erste Lesung im Bundestag fand am 9. Mai 2019 statt.

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BVI entwickelt Leitlinien für mehr Cyber-Sicherheit

BVI entwickelt Leitlinien für mehr Cyber-Sicherheit

Wir haben einen Cybersicherheits-Leitfaden entwickelt mit dem Ziel, Fondsgesellschaften bei der Analyse ihres Gefahrenpotenzials und bei der Umsetzung ihrer...

Wir haben einen Cybersicherheits-Leitfaden entwickelt mit dem Ziel, Fondsgesellschaften bei der Analyse ihres Gefahrenpotenzials und bei der Umsetzung ihrer Cyber-Sicherheitsstrategie zu unterstützen. Der Leitfaden soll den Informationsaustausch zur Vermeidung von Cyber-Risiken innerhalb der Fondswirtschaft fördern. Für das Erkennen und Abwehren von Cyber-Angriffen ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich. Der BVI möchte daher einen Austausch über Cyber-Risiken institutionalisieren. Ziel ist die Errichtung eines speziellen Cyber-Risiko-Forums (vgl. Pressemitteilung). Der Cyber-Sicherheits-Leitfaden enthält Leitlinien für Maßnahmen, die Fondsgesellschaften und ihre Dienstleister ergreifen können, um sich vor Angriffen von Cyber-Kriminellen zu schützen. Der Leitfaden ergänzt die bereits hohen Anforderungen an die Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik, denen Kapitalverwaltungsgesellschaften als beaufsichtigte Unternehmen unterliegen. Die BaFin wird diese Anforderungen demnächst in einem neuen Rundschreiben (KAIT) weiter konkretisieren.

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BaFin wendet ESMA-FAQ zur Leverageberechnung kurzfristiger Zins-Futures an

Wir haben die praktischen Auswirkungen des Fragen- und Antwortenkatalogs der ESMA (vgl. Newsletter 6/2019) zur AIFM-Richtlinie bezüglich der Leverageberechnung...

Wir haben die praktischen Auswirkungen des Fragen- und Antwortenkatalogs der ESMA (vgl. Newsletter 6/2019) zur AIFM-Richtlinie bezüglich der Leverageberechnung für „Short-term interest rate“-Futures (STIR-Futures) mit Vertretern der BaFin telefonisch erörtert. In dem FAQ stellt die ESMA klar, dass die Berechnung des Risikos für STIR-Futures nach der Brutto- und Commitment-Methode nicht an die Laufzeit des Futures angepasst werden darf. Zur Begründung verweist die ESMA auf die Berechnungsvorgaben im Anhang II der Delegierten Verordnung zur AIFM-Richtlinie (AIFM-VO), die eine solche Korrektur nicht vorsehen. Wir haben gegenüber der BaFin deutlich gemacht, dass die in der AIFM-VO vorgegebene Berechnungsmethode solche kurzfristigen Zins-Futures nicht berücksichtigt und deren tatsächliches Risiko erheblich überzeichnet. Wir haben daher die BaFin darüber informiert, dass in der Praxis viele Marktteilnehmer die Formel für Geldmarkt-Futures angepasst haben. Die Vertreter der BaFin fanden unsere Argumentation schlüssig und auch  sachgerecht. Dennoch sehen sie aufgrund der konkreten Formel in der AIFM-VO eine unüberwindbare juristische Hürde. Auch sei diese Frage innerhalb der ESMA nicht kontrovers diskutiert worden. Die BaFin wird daher den ESMA-FAQ in ihrer Aufsichtspraxis anwenden. Den betroffenen Gesellschaften empfehlen wir, die Berechnung des Risikos für STIR-Futures auf die Formel in der AIFM-VO anzupassen. Wir haben der BaFin mitgeteilt, dass wir nur von einer Anpassung für die Zukunft (und nicht rückwirkend) ausgehen. Sollten sich in Einzelfällen wesentliche Änderungen der Leveragewerte (z.B. Überschreitungen der festgelegten Leverage-Höchstwerte) ergeben, sollen die Betroffenen mit den jeweils zuständigen Fachreferaten der BaFin Kontakt aufnehmen, um individuelle Lösungen zu finden. Unabhängig davon haben wir das Thema auch an die EFAMA adressiert, um dort die europäische Umsetzungspraxis in Erfahrung zu bringen und gegebenenfalls über die EFAMA nochmals auf die ESMA zuzugehen.

peggy.steffen@bvi.de

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BaFin-Gebühren steigen

Die neunzehnte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Erhebung von Gebühren und die Umlegung von Kosten nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzt...

Die neunzehnte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Erhebung von Gebühren und die Umlegung von Kosten nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzt wurde am 25. April 2019 im Bundesgesetzblatt (Teil I, Seite 482) veröffentlicht. Sie ist bereits am 26. April 2019 in Kraft getreten. Soweit ersichtlich, haben sich im Vergleich zum Referentenentwurf (vgl. Newsletter 3/2019) keine Änderungen ergeben. Damit wird unter anderem die Erlaubniserteilung für Vermögensverwalter, Anlageberater und Abschlussvermittler ohne Zugriff auf Kundengelder/-wertpapiere um 500 Euro teurer und steigt auf 5.045 Euro.

peggy.steffen@bvi.de

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Geänderte Institutsvergütungsverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Geänderte Institutsvergütungsverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Die zweite Verordnung zur Änderung der Institutsvergütungsverordnung wurde am 25. April 2019 im Bundesgesetzblatt (Teil I, Seite 486) veröffentlicht. Sie ist...

Die zweite Verordnung zur Änderung der Institutsvergütungsverordnung wurde am 25. April 2019 im Bundesgesetzblatt (Teil I, Seite 486) veröffentlicht. Sie ist bereits seit dem 26. April 2019 in Kraft. Mit dieser Verordnung werden einzelne Änderungen im Kreditwesengesetz mit Auswirkung auf die Mitarbeitervergütung durch das Brexit-Steuerbegleitgesetz in der Institutsvergütungsverordnung nachvollzogen. Im Vergleich zur Konsultationsfassung (vgl. Newsletter 6/2019) haben sich keine Änderungen ergeben.

peggy.steffen@bvi.de

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EIOPA stellt Prioritäten für 2019 vor

Die europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat am 26. April 2019 in einem Bericht ihre...

Die europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat am 26. April 2019 in einem Bericht ihre Prioritäten für 2019 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Aufsichtskonvergenz (u.a. Risikoindikatoren, Eigenmittelunterlegungen sowie Implementierung des PRIIPs-KID), zur Förderung gleicher Wettbewerbsbedingungen (u.a. stärkerer Austausch zwischen nationalen Aufsehern) sowie zur Überwachung von Risiken mit schwer abzuschätzenden Auswirkungen (u.a. Entwicklung eines Rahmens für die Widerstandsfähigkeit von Cybersystemen, Analyse großer Datenmengen im Fintech-Bereich sowie Aufsichtsstandards im Zuge des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU). Die EIOPA geht im Bericht auch auf ihre Aufsichtstätigkeit im vergangenen Jahr ein.

axel.willger@bvi.de

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„Das Außerordentliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege."

Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832)


Steuern

BMF veröffentlicht Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2019

BMF veröffentlicht Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2019

Das BMF hat am 8. Mai 2019 den Referentenentwurf für ein Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher...

Das BMF hat am 8. Mai 2019 den Referentenentwurf für ein Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften („Jahressteuergesetz 2019“) veröffentlicht, mit dem unter anderem auch das Investmentsteuergesetz und das Grunderwerbsteuergesetz geändert werden soll. Die Änderungen im Investmentsteuergesetz (Artikel 12) betreffen neben einzelnen redaktionellen Anpassungen unter anderem auch materielle Regelungen, die wir gefordert haben. So soll beispielsweise die Abkommensberechtigung von Investmentfonds gestärkt und eine neue Zuflussregelung für ausschüttungsgleiche Erträge bei Teilausschüttungen von Spezial-Investmentfonds eingeführt werden. Die Änderungen im Grunderwerbsteuergesetz (Artikel 19) betreffen – wie zu erwarten war – Regelungen zur Verhinderung von Steuerumgehungen durch „share deals“. Wir werden eine Stellungnahme vorbereiten und diese im Ausschuss Steuern und Bilanzen erörtern.

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Fokus Bank Niederlande: Mündliche Verhandlung beim EuGH in einem BVI-Musterverfahren

Fokus Bank Niederlande: Mündliche Verhandlung beim EuGH in einem BVI-Musterverfahren

Am 22. Mai 2019 findet die mündliche Verhandlung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache „Köln-Aktienfonds Deka“ (C-156/17) statt. Ein...

Am 22. Mai 2019 findet die mündliche Verhandlung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache „Köln-Aktienfonds Deka“ (C-156/17) statt. Ein deutscher Publikumsfonds hatte auf Empfehlung des BVI in den Niederlanden Anträge auf vollständige Erstattung niederländischer Quellensteuern auf Dividenden gestellt (Rechtssache „Fokus Bank“) und sich dabei auf eine niederländische Erstattungsregel gestützt („FBI-Regime“), die nur für niederländische Fonds gilt. Das sich anschließende Gerichtsverfahren sollte als BVI-Musterverfahren dienen und klären, ob dieses Regime gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt.

Der oberste niederländische Gerichtshof hat dem EuGH in diesem Verfahren drei Fragen zur Beantwortung vorgelegt. Die erste der drei Fragen, in der es um das niederländische Erfordernis einer Quellensteuererhebung bei Ausschüttung durch den Fonds ging, hat der oberste niederländische Gerichtshof mittlerweile zurückgezogen, weil sie nach dessen Ansicht im Verfahren „Fidelity“ beantwortet wurde (vgl. Newsletter 11/2018). Dort hatte der EuGH entschieden, dass das dänische Quellensteuerrecht hinsichtlich der Besteuerung ausländischer OGAWs europarechtswidrig ist. Dänische OGAWs werden mit ihren dänischen Dividenden auf der Eingangsseite von der Quellensteuer befreit, wenn der OGAW eine Mindestausschüttung vornimmt bzw. ausweist und auf der Ausgangsseite eine Quellensteuer gegenüber den Anlegern erhebt. Ausländische OGAWs tragen hingegen definitiv eine Quellensteuerbelastung von mindestens 15 Prozent auf dänische Dividenden, weil die Regeln zur Quellenbesteuerung auf der Ausgangsseite auf diese nicht anzuwenden sind. Diese Ungleichbehandlung ist ein Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit, der nicht gerechtfertigt werden kann.

Somit wird sich der EuGH in dem Verfahren „Köln-Aktienfonds Deka“ nur noch mit den übrigen beiden Voraus-setzungen des FBI-Regimes (Anlegerzusammensetzung, Ausschüttungsverpflichtung) und deren Vereinbarkeit mit der Kapitalverkehrsfreiheit auseinandersetzen müssen.

holger.sedlmaier@bvi.de

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Fokus Bank Niederlande: EuGH-Urteil bringt keine Rechtsklarheit in einem BVI-Musterverfahren

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in der Rechtssache „A-Fonds“ (C-598/17) vom 2. Mai 2019 bringt keine Rechtsklarheit für die von deutschen...

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in der Rechtssache „A-Fonds“ (C-598/17) vom 2. Mai 2019 bringt keine Rechtsklarheit für die von deutschen Spezialfonds geführten Verfahren zur Erstattung niederländischer Quellensteuer nach der Rechtssache „Fokus Bank“. Der EuGH hat in dem BVI-Musterverfahren leider nur entschieden, dass ein nationales Gericht nicht befugt ist zu prüfen, ob eine Erstattungsregelung gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt, falls die Erstattungsregelung eine Beihilferegelung darstellt. Letzteres fällt ausschließlich in die Beurteilungskompetenz der EU-Kommission.

Obwohl die Entscheidung des EuGH sowie die ausstehende Reaktion des niederländischen Gerichts theoretisch interessant sein mag, ergeben sich daraus wahrscheinlich keine weiteren Erkenntnisse über die Erfolgsaussichten der von deutschen Spezialfonds gestellten Erstattungsanträge nach der Rechtssache „Fokus Bank“.

Zum Hintergrund:
Ein deutscher Spezialfonds hatte auf unsere Empfehlung in den Niederlanden Anträge auf vollständige Erstattung niederländischer Quellensteuern auf Dividenden gestellt und sich dabei auf eine niederländische Erstattungsregel gestützt, die nur für niederländische Fonds gilt. Das sich anschließende Gerichtsverfahren sollte als BVI-Musterverfahren dienen. Das niederländische Gericht erster Instanz ging wie wir davon aus, dass der Spezialfonds intransparent ist und dass damit zu beurteilen ist, ob die Erstattungsregel im so genannten FBI-Regime gegen die Kapitalverkehrsfreiheit verstößt, weil sich der deutsche Spezialfonds in einer vergleichbaren Situation wie ein niederländischer Fonds befinden könnte. Letzteres verneinte das Gericht. Das niederländische Gericht zweiter Instanz hingegen kam zu dem Ergebnis, dass ein Spezialfonds mit nur einem Anleger transparent ist und es daher lediglich auf die Verhältnisse des dahinterstehenden Anlegers ankommt. Da dieser eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist, kam das Gericht zu einem Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit und damit zu einem Erstattungsanspruch, weil der Anleger aufgrund seiner Eigenschaft als öffentlich-rechtliche Körperschaft – sofern er in den Niederlanden ansässig wäre – dort steuerbefreit wäre. Dies deshalb, weil er mit bestimmten steuerbefreiten niederländischen öffentlich-rechtlichen Einrichtungen vergleichbar ist, denen ebenfalls ein Erstattungsanspruch zusteht. Das Gericht fragte sich aber, ob durch die Erstattung möglicherweise ein unzulässiger beihilferechtlicher Tatbestand verwirklicht würde und legte den Sachverhalt dem EuGH zur Entscheidung vor.

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Bundesregierung äußert sich vage zur Abschaffung der Abgeltungsteuer

Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der AfD zur Abschaffung der Abgeltungsteuer geantwortet. Generell sei Voraussetzung für die Abschaffung, dass –...

Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der AfD zur Abschaffung der Abgeltungsteuer geantwortet. Generell sei Voraussetzung für die Abschaffung, dass – entsprechend den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag – zunächst der automatische internationale Informationsaustausch über Finanzkonten etabliert ist. Erst dann wird die Bundesregierung Entscheidungen zur künftigen Ausgestaltung der Abgeltungsteuer treffen. Zu den Auswirkungen auf den Haushalt und den Umsetzungsaufwand äußert sich die Bundesregierung vage. Unter dem Strich fehlten ihr statistische Daten, um die Auswirkungen zu beziffern. Die Ausführungen deuten allerdings darauf hin, dass wir nicht kurzfristig mit einem Gesetz zur Abschaffung der Abgeltungsteuer zu rechnen haben.

peter.maier@bvi.de

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Altersvorsorge

BVI schärft Position zum Standard-Riester-Produkt nach

BVI schärft Position zum Standard-Riester-Produkt nach

Wir haben unsere Position zum Standard-Riester-Produkt nachgeschärft. Unsere Kernforderungen zur Erhöhung der Attraktivität von Riester sind weiterhin:

Wir haben unsere Position zum Standard-Riester-Produkt nachgeschärft. Unsere Kernforderungen zur Erhöhung der Attraktivität von Riester sind weiterhin:

  1. Kreis der Förderberechtigten auf alle in Deutschland einkommensteuerpflichtigen Personen ausweiten
  2. Fördersystem vereinfachen: Statt Grundzulage und Steuervorteil eine reine Zulagenförderung, die komplett in den Riestervertrag fließt
  3. Beitragsgarantie entsprechend des Kundenbedürfnisses flexibilisieren.

Weitere Parameter, wie die Höhe der Zulage pro eingezahltem Euro und den maximal geförderten Beitrag, haben wir aufgrund der Erkenntnisse aus unseren Gesprächen angepasst, um einerseits unseren Vorschlag sozial gerechter zu gestalten und andererseits die Haushaltsbelastungen zu verringern.

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Vor allem weniger vermögende Haushalte nutzen Riester und Rürup

Vor allem weniger vermögende Haushalte nutzen Riester und Rürup

Riester- und Rürup-Verträge stellen vor allem für weniger vermögende Haushalte einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge dar. Dies zeigen Daten der Deutschen...

Riester- und Rürup-Verträge stellen vor allem für weniger vermögende Haushalte einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge dar. Dies zeigen Daten der Deutschen Bundesbank für das Jahr 2017. Bei den ärmeren 40 Prozent der Privathaushalte in Deutschland entfallen 13 Prozent des Geldvermögens auf einen Riester- oder Rürup-Vertrag (aller Anlageformen). Damit liegt deren Bedeutung für die Altersvorsorge deutlich über anderen Sparformen, wie zum Beispiel Bausparverträgen, ungeförderten Fondsanlagen oder direkt gehaltenen Aktien oder Anleihen. Mit steigendem Nettovermögen nimmt die Bedeutung der geförderten Altersvorsorge ab. Bei den nächsthöheren 40 Prozent in der Vermögensverteilung steht sie nur noch für sieben bis acht Prozent des Vermögens. Haushalte mit einem sehr hohen Geldvermögen kommen auf fünf beziehungsweise vier Prozent.



Zum Hintergrund:
Kritiker werfen der Riester-Rente eine zu geringe Verbreitung, hohe Kosten und eine zu hohe Komplexität vor. Auch wir fordern eine Ausweitung des Kreises der Förderberechtigten und eine Vereinfachung der Fördersystematik (siehe vorstehender Beitrag). Die zum Teil berechtigte Kritik kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die geförderte private Altersvorsorge wesentliche Ziele erreicht hat und für Anleger weiterhin interessant ist. Dies zeigt sich unter anderem im stetigen Wachstum der Zahl der Fonds-Riester-Verträge, die Ende 2018 um 59.000 auf rund 3,3 Millionen angestiegen sind.

markus.michel@bvi.de

+49 69 15 40 90 242

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Bundesregierung hat Fehlanzeige beim Sozialpartnermodell auf dem Schirm

Die Bundesregierung hat zu einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Stellung genommen und geht dabei auf die betriebliche Altersversorgung...

Die Bundesregierung hat zu einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Stellung genommen und geht dabei auf die betriebliche Altersversorgung nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz ein. Auch wenn bislang in noch keinem Tarifvertrag ein Sozialpartnermodell vereinbart worden ist, nehme die Bundesregierung wahr, dass die Fonds- und die Versicherungsbranche bereit stehen, um reine Beitragszusagen durchzuführen. Sie sieht vor allem Zurückhaltung bei den Arbeitnehmervertretern. Um dieser Zurückhaltung zu entgegnen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Februar 2019 das „Forum Sozialpartnermodell“ ins Leben gerufen. Es soll einen Austausch zwischen Gewerkschaftsvertretern, Arbeitgeberverbänden sowie dem BMAS, dem BMF und der BaFin schaffen. Die Bundesregierung will zunächst abwarten, wie die mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz umgesetzten Maßnahmen (neben dem Sozialpartnermodell insbesondere die teilweise Nichtanrechnung von Zusatzrenten auf die Grundsicherung im Alter, die Entlastung von betrieblichen Riester-Renten von Krankenversicherungsbeiträgen und die Verbesserung der steuerlichen Betriebsrenten-Förderung) in der Praxis wirken. Dies wird erstmals 2020 im Rahmen des Alterssicherungsberichts untersucht werden.

peter.maier@bvi.de

+49 69 15 40 90 226

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Marktinfrastruktur

BVI kämpft für Fondshandel auf der Blockchain

BVI kämpft für Fondshandel auf der Blockchain

Wir haben uns am 7. Mai 2019 bei einer gemeinsamen Anhörung des BMF und des BMJV zur regulatorischen Behandlung von elektronischen Wertpapieren und...

Wir haben uns am 7. Mai 2019 bei einer gemeinsamen Anhörung des BMF und des BMJV zur regulatorischen Behandlung von elektronischen Wertpapieren und Krypto-Token für eine technologieneutrale Gesetzgebung eingesetzt. Rudolf Siebel forderte insbesondere den Wegfall des Urkundenerfordernis auch für Anteilscheine von Fonds und Investmentaktiengesellschaften (vgl. §§ 95,109,141 KAGB), um auch einen Anteilscheinhandel auf der Blockchain für KVGs zu ermöglichen. Es ist nicht einzusehen, warum die Bundesregierung die Ausgabe vollständig elektronischer Wertpapiere zunächst nur auf Schuldverschreibungen beschränken will. Weiterhin setzt sich der BVI für die Zulassung von KVGs als Registerführer für zentral verwaltete elektronische Wertpapiere ein. Die 60 Teilnehmer der Anhörung begrüßten das Vorhaben der Bundesregierung, Deutschland zu einem Vorreiter in der Regulierung insbesondere von Krypto-Token zu machen.

Die Teilnehmer tauschten sich zu Einzelfragen über den Anwendungsbereich der geplanten Gesetzgebung, die Anforderungen an den Registerführer bei zentralisierten und dezentralisierten Systemen von elektronischen Wertpapieren und Token, Anlegerschutzaspekte und Regulierungsaspekte von Utility-Token aus.

Die Ministerien planen, das Gesetz zur Zulassung von elektronischen Wertpapieren in Form von Schuldverschreibungen bis 2021 zu verabschieden. Für dezentralisierte (Blockchain-)Systeme könnten Ausnahmen von den Anforderungen an Registerführer bei zentralisierten Systemen, z.B. sog. „privaten“ Blockchains vorgesehen werden. Die Stellungnahmen zum Eckpunktepapier zu Krypto-Token finden Sie hier. Der Anhörung war eine Konsultation vorausgegangen.

rudolf.siebel@bvi.de

+49 69 15 40 90 255

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BVI fordert bessere Regulierung von Marktpreisdaten

BVI fordert bessere Regulierung von Marktpreisdaten

Im Rahmen einer Anhörung zu MiFID II und MiFIR am 29. April 2019 beim BMF (vgl. BVI-Stellungnahme zur Konsultation) haben wir unsere Position zu den...

Im Rahmen einer Anhörung zu MiFID II und MiFIR am 29. April 2019 beim BMF (vgl. BVI-Stellungnahme zur Konsultation) haben wir unsere Position zu den Sekundärmarktthemen platziert. Dabei haben wir uns insbesondere für notwendige Verbesserungen bei der Regulierung von Preisen für Marktdaten, eine bessere Qualität von Marktdaten speziell bei Anleihen und die Einführung eines europäischen Consolidated Tape ausgesprochen.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

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EU-Kommission führt Umfrage zum Markt für externes Wertpapierresearch durch

Um die Folgen der MiFID-II-Regeln für den Markt für externes Wertpapierresearch – insbesondere zur möglicherweise abnehmenden Verfügbarkeit von Small- und...

Um die Folgen der MiFID-II-Regeln für den Markt für externes Wertpapierresearch – insbesondere zur möglicherweise abnehmenden Verfügbarkeit von Small- und Mid-Cap-Aktienresearch – zu untersuchen, führt Risk Control im Auftrag der EU-Kommission eine Umfrage durch. Marktteilnehmer können sich bis zum 15. Juni 2019 beteiligen.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

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EMIR-Meldewesen: Derivative Service Bureau ist für Unique Product Identifier zuständig

Der Finanzstabilitätsrat FSB hat das Derivative Service Bureau (DSB) als Dienstleister zur Erstellung und Pflege des Unique Product Identifier (UPI) ernannt....

Der Finanzstabilitätsrat FSB hat das Derivative Service Bureau (DSB) als Dienstleister zur Erstellung und Pflege des Unique Product Identifier (UPI) ernannt. Das DSB, das bereits die ISIN für OTC-Derivate vergibt, wird das entsprechende UPI-Referenzdatenregister führen. Wir hatten uns im Rahmen der Konsultation für das DSB als Dienstleister für den UPI eingesetzt. Es verfügt bereits mit der ISIN für OTC-Derivate über umfangreiche Stammdaten zur Ermittlung des UPI. Künftig sollen alle OTC-Derivateprodukte durch einen UPI identifiziert werden. Das UPI-System soll einen Code für jedes OTC-Derivateprodukt zuordnen. Der UPI wird nicht OTC-Derivatekontrakte bzw. OTC-Transaktionen identifizieren. Des Weiteren hat das FSB entschieden, dass der UPI als ISO-Standard im Markt zu etablieren ist.

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

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Veranstaltungen

Über 350 Gäste beim Sommerabend des BVI in Berlin

Über 350 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren am 15. Mai 2019 unserer Einladung zum traditionellen Sommerabend des BVI ins Dachgartenrestaurant ...

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Über 350 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren am 15. Mai 2019 unserer Einladung zum traditionellen Sommerabend des BVI ins Dachgartenrestaurant auf den Reichstag in Berlin gefolgt. Christian Lindner rief in seiner Ansprache dazu auf, Kapitalmärkte als eine Standort- und Zukunftschance zu begreifen und nicht nur mit Risiken und Misstrauen in Verbindung zu bringen.

Christian Lindner
Sommerabend Publikum


Er wünsche sich mehr Kleinanleger sowie Kleinaktionäre und warb für die Wiedereinführung der Spekulationsfrist bei langfristigen Wertpapieranlagen. Die Menschen würden sich stärker soliden Wertpapieren zuwenden, wenn sie wüssten, dass sich die private langfristige Anlage rentiere. Eine Finanztransaktionssteuer, Enteignungsdebatten oder Verbraucherschutzregeln, die selbst Verbraucher nicht wollten, seien kontraproduktiv und schädlich. Ähnlich hatte zuvor Thomas Richter in seiner Begrüßung argumentiert und für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fondsindustrie geworben. Damit diese im globalen Wettbewerb bestehen könne, müssten künftig Standort- und Wettbewerbsfragen bei allen Regulierungsvorhaben von Anfang an berücksichtigt werden. Zudem müssten Fehlentwicklungen gestoppt werden, bevor Schaden entstehen könne. Besonders in der Debatte um Nachhaltigkeit in den Finanzanlagen gäbe es rote Linien, die man überschreiten würde, wenn die finale Anlageentscheidung nicht beim Anleger bleibt. Die Diskussion um einen Staatsfonds in der privaten Altersvorsorge sei der falsche Weg und trage nicht dazu bei, Vertrauen in die Kapitalmärkte aufzubauen.

Schon jetzt anmelden zur BVI Asset Management Konferenz

Sigmar Gabriel wird den Eröffnungsvortrag bei unserer Asset Management Konferenz am 24. September 2019 halten.

Sigmar Gabriel wird den Eröffnungsvortrag bei unserer Asset Management Konferenz am 24. September 2019 halten. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen folgende Themen: Was sollte nach der EU-Wahl auf der Agenda von EU-Gesetzgebern und Parlamentariern stehen? Wie geht es in Sachen Nachhaltigkeit in Europa und private Altersvorsorge in Deutschland weiter? Welche Chancen eröffnet Fonds die künstliche Intelligenz? Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

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BVI-Termine und BVI-Veranstaltungen

Informieren Sie sich hier über anstehende Termine der BVI-Ausschüsse, Arbeitskreise, Seminare und Veranstaltungen.

 

BVI-Termine

22.5.2019

Arbeitskreis Depotkundengeschäft

22.5.2019

Ausschuss Vertrieb

24.5.2019

Arbeitskreis Performance

27.5.2019

Arbeitskreis Verantwortliches Investieren

28.5.2019

Ausschuss Recht und Compliance

29.5.2019

Ausschuss Altersvorsorge

Seminare und Veranstaltungen

Level

21.5.2019

Investmentfonds an einem Tag

Anmeldung und Info

23.5.2019

Facts, Funds and Food
Simmons & Simmons: Kartellrechtliche Ermittlungen im Bereich Asset Management – Aktuelle Risiken

Anmeldung und Info

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6.6.2019

Das KAGB an einem Tag

Anmeldung und Info

13.6.2019

Compliancetag

Anmeldung und Info

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■              für Teilnehmer ohne Kenntnisse

■ ■           für Teilnehmer mit Vorkenntnissen

■ ■ ■        für Teilnehmer mit speziellen Fachkenntnissen

Die BVI-Veranstaltungen auf einen Blick finden Sie hier. Weitere Seminare finden Sie bei uns im Internet.

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Kurz notiert

Daniel Kapffer

Daniel Kapffer ist mit Wirkung zum 1. Mai 2019 zum Mitglied des Vorstands der DekaBank Deutsche Girozentrale bestellt worden.

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Daniel Kapffer

Daniel Kapffer ist mit Wirkung zum 1. Mai 2019 zum Mitglied des Vorstands der DekaBank Deutsche Girozentrale bestellt worden.

Pascal Traccucci

Die Geschäftsführung von La Française Asset Management GmbH wurde zum 15. Mai 2019 mit dem Eintritt von Pascal Traccucci um ein weiteres Mitglied erweitert. Er ...

 

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Pascal Traccucci

Die Geschäftsführung von La Française Asset Management GmbH wurde zum 15. Mai 2019 mit dem Eintritt von Pascal Traccucci um ein weiteres Mitglied erweitert. Er wird die Bereiche Risikomanagement, Geldwäsche, Compliance und Fondsadministration verantworten.

Bernd Vorbeck

Bernd Vorbeck ist zum 30. April 2019 aus der Geschäftsführung der Universal Investment GmbH ausgeschieden und wird in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechseln...

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Bernd Vorbeck

Bernd Vorbeck ist zum 30. April 2019 aus der Geschäftsführung der Universal Investment GmbH ausgeschieden und wird in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechseln.

Michael Reinhard

Gleichzeitig wurde Michael Reinhard zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung ab 1. Mai 2019 ernannt.

Ludger Wibbeke

Der Aufsichtsrat der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH hat Ludger Wibbeke zum Geschäftsführer für das Real-Assets-Geschäft der Service-KVG bestellt.

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Ludger Wibbeke

Der Aufsichtsrat der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH hat Ludger Wibbeke zum Geschäftsführer für das Real-Assets-Geschäft der Service-KVG bestellt.

Marc Drießen

Er folgt ab dem 1. Juli 2019 auf Marc Drießen, der das Unternehmen zum 30. April 2019 verlassen hat.


Ihr nächster Newsletter erscheint am: 6.6.2019

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