Deutscher Fondsverband

Liebe Leserinnen und Leser,

seit vergangener Woche stehen die 60 ECON-Mitglieder für die nächste Legislaturperiode fest. Einige erfahrene und kompetente Abgeordnete wie Markus Ferber, Sven Giegold und Othmar Karas sind wieder dabei; andere wie Burkhard Balz oder Wolf Klinz sind ausgeschieden. Die ehemalige FDP-Generalsekretärin Nicola Beer wird stellvertretendes ECON-Mitglied. Insgesamt sind 60 Prozent der ECON-Mitglieder neu. Nach der letzten Wahl waren es nur 40 Prozent. Von den insgesamt acht deutschen Abgeordneten sind fünf neu im Ausschuss.

Bei vielen finanzmarktunerfahrenen ECON-Abgeordneten, egal ob aus Deutschland oder anderen Mitgliedstaaten, dürfen wir uns also erst einmal vorstellen. Und nicht nur wir! Es ist immer eine Herausforderung, uns im Konzert mit den Banken- und Versicherungslobbyisten Gehör zu verschaffen. Unser Ansatz bleibt derselbe: Glaubwürdigkeit ist oberstes Gebot. Die erreicht man nur mit Kompetenz und Ehrlichkeit. Das heißt, Forderungen immer begründen, wenn möglich mit Zahlen. Keine politisch unrealistischen Wünsche äußern, mit denen man sich nur lächerlich macht. Probleme einräumen, wenn es welche gegeben hat. Schnell und umfassend Zahlen und Fakten liefern, um als Ansprechpartner einen Mehrwert zu bringen, auch wenn man selbst keinen unmittelbaren Vorteil davon hat. Kein bullshit! Wir müssen aber auch gegenüber unseren Mitgliedern glaubwürdig bleiben. Das bedeutet, dass wir für unsere Ansprechpartner unangenehme Wahrheiten aussprechen und die eigene Position mit Nachdruck und Beharrlichkeit vertreten.

Beste Grüße

 

Editorial vollständig lesen

Statistik

Grenzüberschreitender Fondsvertrieb findet kaum statt

Grenzüberschreitender Fondsvertrieb findet kaum statt

38 Prozent der Publikumsfonds-ISINs in Europa werden jeweils nur in einem einzigen der 28 EU-Mitgliedsstaaten vertrieben. Dies haben wir auf Basis der...

38 Prozent der Publikumsfonds-ISINs in Europa werden jeweils nur in einem einzigen der 28 EU-Mitgliedsstaaten vertrieben. Dies haben wir auf Basis der Morningstar-Datenbank ausgewertet. 33 Prozent der Fonds sind in zwei bis fünf Ländern und nur 29 Prozent sind in sechs oder mehr Ländern erhältlich. Der europäische Fondsmarkt ist also weiterhin stark fragmentiert. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Vertriebsstrukturen historisch gewachsen sind und sich nach wie vor sehr stark unterscheiden. Der Zugang zu den Verkaufsregalen in den jeweiligen Ländern ist daher eine große Herausforderung für die Fondsgesellschaften.

Die Auswertung dürfte den grenzüberschreitenden Vertrieb von Publikumsfonds gemessen am tatsächlichen Absatz sogar noch überschätzen. So können Anleger in Deutschland theoretisch circa 40.000 Fonds und Anteilklassen kaufen; das entspricht 42 Prozent der rund 96.000 in der Datenbank enthaltenen ISINs. Demgegenüber zählen wir in der BVI-Datenbank circa 10.600 Publikumsfonds-ISINs, die schätzungsweise 85 Prozent des Fondsvermögens am deutschen Markt abdecken. Die übrigen 30.000 ISINs dürften demnach keinen oder nur einen sehr geringen Absatz in Deutschland haben. Ähnliches gilt für andere EU-Länder.

markus.michel@bvi.de

+49 69 15 40 90 242

mehr
Deutsche Gesellschaften legen wieder mehr Fonds in Deutschland auf

Deutsche Gesellschaften legen wieder mehr Fonds in Deutschland auf

Deutsche Fondsgesellschaften haben sich in den letzten Jahren wieder verstärkt für den Auflagestandort Deutschland entschieden. Während am Tiefpunkt 2014 nur...

Deutsche Fondsgesellschaften haben sich in den letzten Jahren wieder verstärkt für den Auflagestandort Deutschland entschieden. Während am Tiefpunkt 2014 nur 23 Prozent aller neuen Publikumsfonds eine DE-ISIN hatten, waren es im letzten Jahr 38 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem zwei Anbieter von White-Label-Fonds sowie eine große Gesellschaft, die 2018 zusammen fast 200 neue Fonds oder Anteilklassen in Deutschland aufgelegt haben. Spiegelbildlich sank der Anteil Luxemburgs von 76 Prozent auf 56 Prozent. Andere Standorte – wie zum Beispiel Irland, Österreich und England – spielen kaum eine Rolle.

Luxemburg hat sich in den letzten Jahrzehnten – aufgrund des anfänglich ausgeprägten Regulierungsgefälles zwischen dem Großherzogtum und Deutschland – als primärer Auflagestandort für Investmentfonds deutscher Gesellschaften etabliert. Seit 2013 war in jedem Jahr mehr als die Hälfte der neuen Publikumsfonds dort domiziliert. Der weiterhin große Anteil Luxemburgs hängt vor allem damit zusammen, dass bestehende Produktfamilien, die in den Vorjahren dort aufgelegt wurden, weiterentwickelt werden. Außerdem hat sich in Luxemburg ein „Ökosystem“ mit eingespielten Strukturen und spezialisierten Dienstleistern herausgebildet.

markus.michel@bvi.de

+49 69 15 40 90 242

mehr

Recht

Vertrieb von Finanzprodukten außerhalb des Zielmarktes: Konzept für Rückmelderegime liegt vor

Vertrieb von Finanzprodukten außerhalb des Zielmarktes: Konzept für Rückmelderegime liegt vor

Wir haben mit dem Derivateverband und den Verbänden der Deutschen Kreditwirtschaft ein sogenanntes Konzept zur Rückmeldung von Zielmarktdaten (Rückmelderegime)...

Wir haben mit dem Derivateverband und den Verbänden der Deutschen Kreditwirtschaft ein sogenanntes Konzept zur Rückmeldung von Zielmarktdaten (Rückmelderegime) entworfen und mit der BaFin abgestimmt.

KVGs unterliegen als Fondsemittenten nicht der MiFID II, so dass das Rückmelderegime in der vorliegenden Fassung nicht verbindlich für diese ist. Sie können Vertriebsstellen entsprechend dem vorliegenden Konzept jedoch freiwillig befragen. Falls KVGs für vertreibende Stellen auf freiwilliger (vertraglicher) Basis den für den Vertrieb notwendigen Zielmarkt bestimmen, müssen sie den festgelegten Zielmarkt auch regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Eine freiwillige Befragung der vertreibenden Stellen könnte in diesen Fällen hilfreich sein, ist gesetzlich jedoch nicht vorgeschrieben.

anna.niemitz@bvi.de

+49 69 15 40 90 235

mehr
BVI: PRIIPs-Fehler in Kostenberechnung nicht bei ELTIFs wiederholen

BVI: PRIIPs-Fehler in Kostenberechnung nicht bei ELTIFs wiederholen

In einer Stellungnahme an die ESMA sprechen wir uns dagegen aus, die Standards zur Kostenberechnung nach PRIIPs (Packaged Retail and Insurance-based Investment...

In einer Stellungnahme an die ESMA sprechen wir uns dagegen aus, die Standards zur Kostenberechnung nach PRIIPs (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products) unreflektiert auf ELTIFs (European Long-term Investment Funds) zu übertragen. Dies betrifft zum einen die Berechnung der Transaktionskosten, die nach PRIIPs auch für Sachwerte nach der umstrittenen „arrival price“-Methode zu berechnen sind. Zum anderen haben wir insbesondere im Hinblick auf Anlagen in Sachwerte unter PRIIPs weiterhin keine Klarheit darüber, ob etwa Bewirtschaftungskosten und Kreditzinsen für die Fremdfinanzierung von Immobilien für Zwecke der Kostenberechnung relevant sind. Diese Fragen sind für ELTIFs, die verstärkt in nicht börsennotierte Unternehmen und Sachwerte investieren sollen, besonders relevant und müssen zunächst geklärt werden.

Zum Hintergrund:
Die Stellungnahme erfolgte im Zusammenhang mit einer Konsultation der ESMA zur Konkretisierung der Vorgaben für den Kostenausweis auf Level 2 der ELTIF-Verordnung. Die Eingaben anderer Marktteilnehmer finden Sie hier.

magdalena.kuper@bvi.de

+49 69 15 40 90 263

mehr

BVI aktualisiert Musteranlagebedingen für Immobilien-Sondervermögen

Wegen der Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2018 haben wir die Muster für Besondere Anlagebedingen für Immobilien-Sondervermögen angepasst und die...

Wegen der Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2018 haben wir die Muster für Besondere Anlagebedingen für Immobilien-Sondervermögen angepasst und die Änderungen mit der BaFin abgestimmt. Außerdem ist im neuen Muster jetzt auch eine Musterformulierung für die Bildung von Anteilklassen vorgesehen. Die steuerlichen Anpassungen haben wir auch in dem Muster für Immobilien-Spezial-AIF nachvollzogen. Die geänderten Dateien sind im Extranet verfügbar.

alexander.kestler@bvi.de

+49 69 15 40 90 253

mehr

Immobilien: BaFin ändert Verfahren für Anzeigen für die Bestellung von Bewertern

Die BaFin hat ein überarbeitetes Rundschreiben 7/2015 (WA) zu den Anforderungen bei der Bestellung externer Bewerter für Immobilien und...

Die BaFin hat ein überarbeitetes Rundschreiben 7/2015 (WA) zu den Anforderungen bei der Bestellung externer Bewerter für Immobilien und Immobilien-Gesellschaften veröffentlicht. Darin konkretisiert sie die Anforderungen an die Bestellung eines externen Bewerters nach § 216 KAGB für Immobilien in offenen und geschlossenen Investmentvermögen sowie für Immobilien-Gesellschaften i.S.d. § 1 Absatz 19 Nummer 22 KAGB. Neben einigen zusätzlichen rechtlichen Hinweisen (z.B. zum zulässigen Umfang der Übertragung von Tätigkeiten an Dritte) muss künftig jeder neue Bewerter anhand eines speziellen Formulars von der KVG als Bewerter angezeigt werden. Nach erstmaliger vollständiger Bearbeitung einer Anzeige erhält der Bewerter eine BaFin-ID. Danach werden die in den letzten drei Jahren eingereichten Unterlagen für Folgeanzeigen berücksichtigt. Das Rundschreiben wird erstmalig auf Anzeigen angewendet, die ab dem 15. Juli 2019 bei der BaFin eingehen.

Die BaFin wird kurzfristig eine englische Fassung des Anzeigeformulars zur Verfügung stellen.

alexander.kestler@bvi.de

+49 69 15 40 90 253

mehr
IOSCO-Task-Force arbeitet an Regeln für Cyber-Risiken

IOSCO-Task-Force arbeitet an Regeln für Cyber-Risiken

Eine von der IOSCO eingerichtete Cyber-Task-Force hat einen Bericht vorgelegt. Darin geben die Experten einen Überblick über internationale Standards und...

Eine von der IOSCO eingerichtete Cyber-Task-Force hat einen Bericht vorgelegt. Darin geben die Experten einen Überblick über internationale Standards und zeigen Lücken in der Anwendung dieser Standards auf. Zu den internationalen Standards zählen die von der IOSCO und dem Baseler Ausschuss im Jahr 2016 entwickelten Anleitungen für Finanzmarktinfrastrukturen, die von der US-Bundesbehörde National Institute of Standards and Technology 2018 veröffentlichten Sicherheitsempfehlungen für kritische Infrastrukturen sowie die ISO-Standards (Seriennummern 27000). Die Cyber-Task-Force strebt an, fundierte Praktiken zu entwickeln. Relevant sind insbesondere die in dem Bericht am Ende aufgeführten Fragen, die die Unternehmen und Aufsichtsbehörden verwenden können, um ein Bewusstsein im Umgang mit Cyber-Risiken zu schaffen bzw. zur Überprüfung der eigenen Praktiken zu verwenden. In diesem Zusammenhang hat die IOSCO außerdem eine Umfrage im Asset Management gestartet, deren Ergebnisse im Dezember 2019 vorgestellt werden sollen. Wir empfehlen Ihnen, sich an der Umfrage zu beteiligen, damit die aktuelle Praxis möglichst breit abgebildet werden kann. Zudem sind die Fragen sehr hilfreich, um eine eigene Bestandsaufnahme zum Thema vorzunehmen. Die Fragen beziehen sich auf Prozesse wie die Authentisierung, Richtlinien und Verfahren, Auslagerung, Verwaltungszugänge, Sicherheitsmanagement sowie Datenverschlüsselung und Passwörter.

Auch die G7 haben in den Jahren 2016 und 2017 Berichte mit Grundelementen zur Cyber-Sicherheit im Finanzsektor bzw. zu deren effektiver Bewertung vorgelegt, die die G7-Expertengruppe inzwischen um zwei weitere Berichte mit Grundelementen zum Risikomanagement im Umgang mit Drittparteien (z.B. Cloud-Anbieter) sowie zur besseren Beurteilung der Widerstandsfähigkeit mittels simulierter Cyber-Attacken ergänzt hat. Diese wurden am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds durch die Finanzminister und Notenbankgouverneure der G7-Staaten im Oktober 2018 verabschiedet und haben empfehlenden Charakter.

peggy.steffen@bvi.de

+49 69 15 40 90 257

mehr

IOSCO veröffentlicht Bericht über Liquidität von Unternehmensanleihen

Die IOSCO hat einen Bericht vorgelegt, der überprüft, welche Faktoren die Liquidität von Unternehmensanleihen im Sekundärmarkt unter gestressten Bedingungen...

Die IOSCO hat einen Bericht vorgelegt, der überprüft, welche Faktoren die Liquidität von Unternehmensanleihen im Sekundärmarkt unter gestressten Bedingungen beeinflussen können. Als eines der wesentlichen Ergebnisse hält die IOSCO fest, dass Publikumsfonds eher unwahrscheinlich als Quelle von erheblichen Verkaufs- und Preisschwankungen unter Stress betroffen sind. Dies gilt insbesondere für diejenigen Fonds, die einen strengen Liquiditätsmanagementprozess unter Berücksichtigung von außergewöhnlichen Marktbedingungen haben.

Der Bericht soll das Verständnis erhöhen, wie sich gestresste Bedingungen auf dem Anleihenmarkt und andere Finanzmärke bzw. Finanzsysteme auswirken können. Die IOSCO weist darauf hin, dass Strukturänderungen des Sekundärmarktes für Unternehmensanleihen auch die Art und Weise der Verfügbarkeit von Liquidität beeinflussen. Diese Änderungen resultieren unter anderem aus der Regulierung nach der Finanzkrise, die die Kapazität der Intermediäre reduziert hat, Liquidität zur Verfügung zu stellen. Weitere Gründe sehen die Experten beispielsweise in der zunehmenden Risikoaversion bei einzelnen Intermediären, der schrittweisen Einführung des elektronischen Handels und dem deutlichen Wachstum des Marktes, was insbesondere auf die quantitative Lockerung der Zentralbanken sowie die geringen Renditen aus anderen Finanzwerten zurückzuführen ist.

peggy.steffen@bvi.de

+49 69 15 40 90 257

mehr

ESMA befragt Marktteilnehmer zu Anreizen für kurzfristiges Handeln

Die ESMA hat eine Marktumfrage zu potenziellen Zwängen, die sich aus dem Finanzsektor ergeben, für kurzfristiges Handeln der Unternehmen veröffentlicht....

Die ESMA hat eine Marktumfrage zu potenziellen Zwängen, die sich aus dem Finanzsektor ergeben, für kurzfristiges Handeln der Unternehmen veröffentlicht. Hintergrund ist das Mandat der EU-Kommission an die EBA, EIOPA und ESMA, das Vorhandensein von unangemessen kurzfristiger Orientierung („undue short termism“) an den Finanzmärkten zu untersuchen und gegebenenfalls Vorschläge für Abhilfemaßnahmen zu unterbreiten. Diese Initiative baut auf dem EU-Aktionsplan zur Förderung des nachhaltigen Wachstums von März 2018 auf. Weitere Erläuterungen sind im Begleitvermerk der ESMA enthalten.

Die Umfrage der ESMA betrifft sechs Bereiche:

  • Anlagestrategie und -horizont
  • Offenlegung von ESG-Faktoren und deren Beitrag zu langfristigen Anlagestrategien
  • Einfluss des „fair value“-Bilanzierungsansatzes auf Anlageentscheidungen
  • Engagement institutioneller Investoren
  • Vergütung von Fondsverwalter und Führungskräften bei Emittenten
  • Nutzung von Credit Default Swaps durch Fonds

Viele der Fragen betreffen sehr konkrete Aspekte, die sich nur auf Ebene der Gesellschaften sinnvoll beantworten lassen. Zu den allgemein gehaltenen Fragen werden wir eine Eingabe vorbereiten. Die Gelegenheit zur Stellungnahme besteht bis zum 29. Juli 2019.

magdalena.kuper@bvi.de

+49 69 15 40 90 263

mehr
BVI im Dialog mit finnischer Ratspräsidentschaft

BVI im Dialog mit finnischer Ratspräsidentschaft

Im Rahmen der Sitzung unseres Ausschusses EU und Internationales in Brüssel am 26. Juni 2019 hat Marianna Uotinen (Finanzmarktattaché der Ständigen Vertretung...

Im Rahmen der Sitzung unseres Ausschusses EU und Internationales in Brüssel am 26. Juni 2019 hat Marianna Uotinen (Finanzmarktattaché der Ständigen Vertretung Finnlands bei der EU) den BVI-Mitgliedern die Schwerpunkte der finnischen Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2019 in der EU-Finanzmarktgesetzgebung skizziert. Zu den Prioritäten gehören die weitere legislative Begleitung bzw. der voraussichtliche Abschluss der Level-1-Gesetzesvorschläge der EU-Kommission zur Taxonomie-Verordnung für nachhaltige Investments, zur Sanierung und Abwicklung zentraler Gegenparteien, zu notleidenden Krediten sowie zu Crowdfunding. Weitere Schwerpunkt sind die Aufsichtskonvergenz im Rahmen der EU-Kapitalmarktunion, Cyber-Sicherheit und Fintechs. Finnland hat am 1. Juli 2019 die Ratspräsidentschaft übernommen und wird diese bis zum 31. Dezember 2019 ausüben.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

EU-Institutionen küren ihr Spitzenpersonal

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Rahmen eines Sondergipfels am 2. Juli 2019 mehrere Personalentscheidungen für die Spitzenämter der EU-Institutionen...

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Rahmen eines Sondergipfels am 2. Juli 2019 mehrere Personalentscheidungen für die Spitzenämter der EU-Institutionen beschlossen. Der belgische Ministerpräsident Charles Michel wird zum 1. Dezember 2019 Präsident des EU-Rates. Seine bis zum 31. Mai 2022 laufende Amtszeit ist einmal verlängerbar. Als Kandidatin für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten schlug der EU-Rat dem EU-Parlament (EP) Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor. Sollte sie im EP am 16. Juli 2019 eine Mehrheit bekommen, kann sie ihr Amt frühestens ab November 2019 für einen Zeitraum von fünf Jahren antreten. Zuvor müssen noch alle designierten Kommissare im Herbst jeweils Anhörungen im EP bestehen. Der EU-Rat schlug zudem Spaniens Außenminister Josep Borrell Fontelles als Kandidaten für das Amt des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik vor. Dessen formelle Bestellung bedarf der Zustimmung des neuen EU-Kommissionspräsidenten. Darüber hinaus schlug der EU-Rat die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christina Lagarde, als Kandidatin für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) vor. Sollten das EP sowie der EZB-Rat zustimmen und der EU-Rat sie anschließend formell ernennen, kann Lagarde ihre achtjährige Amtszeit antreten. Am 3. Juli 2019 wählte die Mehrheit des EU-Parlaments den italienischen Sozialdemokraten David-Maria Sassoli zum Parlamentspräsidenten. Sein Mandat läuft bis zur Hälfte der Legislaturperiode im Januar 2022. Anschließend wird turnusmäßig ein Abgeordneter der konservativen EVP-Fraktion dieses Amt für die zweite Hälfte übernehmen.

axel.willger@bvi.de

+32 2 213 8243

mehr

Schweiz verbietet Handel von Schweizer Aktien an Handelsplätzen in der EU

Nachdem die EU-Kommission die befristete Äquivalenz der Schweizer Börse nicht über den 30. Juni 2019 hinaus verlängert hat, erkennt die Schweizer Aufsicht als...

Nachdem die EU-Kommission die befristete Äquivalenz der Schweizer Börse nicht über den 30. Juni 2019 hinaus verlängert hat, erkennt die Schweizer Aufsicht als Reaktion die EU-Handelsplätze nicht mehr an. Folglich dürfen Schweizer Aktien seit dem 1. Juli 2019 nicht mehr an EU-Handelsplätzen gehandelt werden. Eine Ausnahme gilt gemäß der Schweizer Verordnung nur für bestimmte Schweizer Aktien, die ein Zweitlisting (Dual Listing) haben. Im Hinblick auf die EU-Aktienhandelspflicht bedeutet dies, dass der Handel von Schweizer Aktien, die kein Zweitlisting an einer Börse in der EU haben, nach Maßgabe der MiFIR (vgl. Artikel 23) nicht an einem EU-Handelsplatz stattfinden muss, sondern an einer Schweizer Börse ausgeführt werden kann.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr
EIOPA entwirft Leitlinien für Auslagerungen an Cloud-Anbieter

EIOPA entwirft Leitlinien für Auslagerungen an Cloud-Anbieter

Nachdem bereits die EBA Leitlinien für Auslagerungen von kritischen und wesentlichen Funktionen (einschließlich Auslagerungen an Cloud-Anbieter) veröffentlicht...

Nachdem bereits die EBA Leitlinien für Auslagerungen von kritischen und wesentlichen Funktionen (einschließlich Auslagerungen an Cloud-Anbieter) veröffentlicht hat (vgl. Newsletter 5/2019), zieht jetzt auch die EIOPA nach. Mit dem Entwurf von Leitlinien reagiert die EIOPA auf den FinTech-Aktionsplan der EU-Kommission vom März 2018. Die ESAs hatten zuletzt im April 2019 festgestellt, dass die EU-Rahmenwerke Lücken aufweisen und weiterer Handlungsbedarf besteht (vgl. Newsletter 7/2019). Die EIOPA will daher mit den Leitlinien Regulierungsarbitrage vermeiden und die Konvergenz aufsichtlicher Praktiken in Bezug auf Cloud-Auslagerungen fördern. Adressaten der Leitlinien sind Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen. Allerdings hat die EIOPA auch Regeln für die Gruppe aufgenommen, so dass die Leitlinien auch Auswirkungen auf Kapitalverwaltungsgesellschaften einer Versicherungsgruppe haben könnten. Nach vorläufiger Einschätzung ist nicht ganz klar, wie der Gruppenansatz zu beurteilen ist. Denn der allgemeine Anwendungsbereich stellt auf eine Anwendung der Leitlinien in der Gruppe ab, während die weiteren Leitlinien dann wiederum nur von Risikoanalysen mit Auswirkungen auf die Gruppe sprechen. Wir beabsichtigen daher, eine Stellungnahme abzugeben. Die Stellungnahmefrist der EIOPA läuft am 30. September 2019 ab. Ihre Anmerkungen sind willkommen.

peggy.steffen@bvi.de

+49 69 15 40 90 257

mehr

Verbriefungen: BaFin übernimmt EBA-Leitlinien zur Konkretisierung der STS-Kriterien

Die BaFin hat das Rundschreiben 4/2019 (BA) zur Konkretisierung der Kriterien für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen (Simple, Transparent...

Die BaFin hat das Rundschreiben 4/2019 (BA) zur Konkretisierung der Kriterien für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen (Simple, Transparent and Standardised Securisations, kurz STS) gemäß der STS-Verbriefungsverordnung veröffentlicht. Damit übernimmt sie die Leitlinien der EBA zu Verbriefungen von besicherten Geldmarktpapieren (Asset-Backed Commercial Papers, ABCP) als auch Nicht-ABCP-Verbriefungen in ihre Verwaltungspraxis.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

BaFin überarbeitet Emittentenleitfaden

Die BaFin hat einen Entwurf für ein neues Modul C als Teil des Emittentenleitfadens vorgelegt. Dieses berücksichtigt die Regelungen aufgrund der...

Die BaFin hat einen Entwurf für ein neues Modul C als Teil des Emittentenleitfadens vorgelegt. Dieses berücksichtigt die Regelungen aufgrund der EU-Marktmissbrauchsverordnung und enthält Abschnitte zur Ad-hoc-Publizität und Insiderhandelsverboten, zu Eigengeschäften von Führungskräften, zum Verbot der Marktmanipulation, zu Rückkaufsprogrammen und Stabilisierungsmaßnahmen, zu Insiderlisten sowie Marktsondierungen. Dabei hat die BaFin ihre bisherige Verwaltungspraxis sowie Rechtsprechung aufgegriffen. Die Aufsicht nimmt in einzelnen Abschnitten auch dazu Stellung, ob und inwieweit Investmentfonds bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaften betroffen sind. Wir prüfen den Entwurf in unseren Gremien. Ihre Anmerkungen sind willkommen. Wir haben Gelegenheit, bis zum 31. August 2019 eine Stellungnahme abzugeben.

peggy.steffen@bvi.de

+49 69 15 40 90 257

mehr

„Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.“

John Dewey
(1859-1952)


Steuern

EU-Kommission vergibt Studie zur Umsatzsteuer bei Finanzdienstleistungen

Die EU-Kommission hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Funktionsweise der Mehrwertsteuervorschriften im Finanzdienstleistungsbereich zu untersuchen. Die...

Die EU-Kommission hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Funktionsweise der Mehrwertsteuervorschriften im Finanzdienstleistungsbereich zu untersuchen. Die Ersteller der Studie sollen auch von Finanzdienstleistern und deren Verbänden Informationen sammeln. Insgesamt sollen die Funktionsweise der Mehrwertsteuervorschriften für Finanzdienstleister im Ganzen, die Auswirkungen dieser Vorschriften, die jüngsten Entwicklungen sowie die wichtigsten aktuellen Rechtsprobleme untersucht werden. Die Studie soll Mitte 2020 vorliegen. Sofern Informationen über Zwischenstände vorliegen, werden wir hierüber berichten.

holger.sedlmaier@bvi.de

+49 69 15 40 90 267

mehr

Altersvorsorge

BVI fordert Klarstellung im Erklärungsvordruck für Riester-Sparer

BVI fordert Klarstellung im Erklärungsvordruck für Riester-Sparer

Der BVI setzt sich in einer Stellungnahme dafür ein, dass der Entwurf des Vordrucks der Anlage AV zur Einkommensteuererklärung (Angaben zur steuerlichen...

Der BVI setzt sich in einer Stellungnahme dafür ein, dass der Entwurf des Vordrucks der Anlage AV zur Einkommensteuererklärung (Angaben zur steuerlichen Förderung von Altersvorsorgebeiträgen) geändert wird. Dies soll gewährleisten, dass Sparer nur dann in die Steuerförderung einbezogen werden, wenn sie dies wünschen.

Zum Hintergrund:
Das BMF hat uns die Vordruckentwürfe zur Abgabe der Einkommensteuer-/Feststellungserklärungen für den Veranlagungs-/Feststellungszeitraum 2019 zugeleitet (vgl. Newsletter 9/2019). In unserer Stellungnahme weisen wir darauf hin, dass es in bestimmten Vertragskonstellationen – insbesondere wenn ein Steuerpflichtiger mehrere Verträge abgeschlossen hat und nicht alle Verträge beim Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden sollen – künftig zwingend erforderlich ist, die entsprechenden Verträge durch ausdrückliche Angabe in der Anlage AV vom Sonderausgabenabzug auszunehmen. Angesichts der nicht unerheblichen Zahl von ungeförderten Verträgen wäre eine große Zahl von Steuerpflichtigen potenziell betroffen. Um diesen Vorgang für alle Beteiligten möglichst einfach und fehlerfrei zu gestalten sowie den Steuerpflichtigen hierauf deutlicher hinzuweisen, schlagen wir Änderungen im Entwurf des Vordrucks der Anlage AV vor.

holger.sedlmaier@bvi.de

+49 69 15 40 90 267

mehr

Marktinfrastruktur

Reform der Zinsbenchmark: EMMI ist Indexanbieter für neues Euribor-Modell

Reform der Zinsbenchmark: EMMI ist Indexanbieter für neues Euribor-Modell

Die für die Verwaltung des Euribor (Euro InterBank Offered Rate) zuständige Organisation European Money Market Institute (EMMI) hat von der belgischen...

Die für die Verwaltung des Euribor (Euro InterBank Offered Rate) zuständige Organisation European Money Market Institute (EMMI) hat von der belgischen Finanzaufsichtsbehörde FSMA die Zulassung als Indexanbieter gemäß der EU-Benchmarkverordnung erhalten (vgl. Pressemitteilung). Damit können Nutzer von Benchmarks den Euribor auch nach dem Ende der Übergangsperiode weiter verwenden. Das neue hybride Euribor-Modell basiert überwiegend auf realen Transaktionen anstelle von Schätzungen von Banken. Gibt es zu wenig Transaktionen, kann das EMMI ergänzend historische Schätzwerte verwenden.

felix.ertl@bvi.de

+49 69 15 40 90 262

mehr
ESMA stellt Anwendung von Tick-Mindestgrößen für Aktien aus Drittstaaten klar

ESMA stellt Anwendung von Tick-Mindestgrößen für Aktien aus Drittstaaten klar

Die ESMA hat bekanntgegeben, dass europäische Handelsplätze bis auf weiteres nicht an die kleinstmöglichen Preisänderungen eines Wertpapierkurses (Tick-Größen)...

Die ESMA hat bekanntgegeben, dass europäische Handelsplätze bis auf weiteres nicht an die kleinstmöglichen Preisänderungen eines Wertpapierkurses (Tick-Größen) gebunden sind, die sich aus der ESMA-Veröffentlichung vom 21. Juni 2019 für bestimmte Aktien aus Drittländern ergeben. Betroffen sind Aktien mit einer durchschnittlichen täglichen Zahl von Transaktionen, die unterhalb derjenigen auf dem relevantesten Markt in der EU liegt. Alle diese Aktien sollen als Drittlands-Aktien betrachtet werden, bei denen sich der umsatzstärkste Handelsplatz in einem Land außerhalb des EWR befindet. Hintergrund ist eine Untersuchung der ESMA, ob es durch die Berechnungen vom 21. Juni 2019 zu potenziell falschen Vorgaben zu den Tick-Größen gekommen ist.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

BaFin veranstaltet Konferenz zu künstlicher Intelligenz und Distributed Ledger Technik

Die BaFin veranstaltet am 11. September 2019 in Bonn eine Konferenz zu aktuellen Fragen der Digitalisierung und zu finanztechnischen Innovationen. Schwerpunkte...

Die BaFin veranstaltet am 11. September 2019 in Bonn eine Konferenz zu aktuellen Fragen der Digitalisierung und zu finanztechnischen Innovationen. Schwerpunkte der Veranstaltung sind vor allem der Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Distributed Ledger Technik. Sie können sich bis zum 30. Juli 2019 über die Internetseite der BaFin anmelden. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Programm.

tim.kreutzmann@bvi.de

+49 69 15 40 90 244

mehr

Veranstaltungen

Fachveranstaltung zur Portfoliooptimierung mit ETFs

Fachveranstaltung zur Portfoliooptimierung mit ETFs

In Kooperation mit der CFA Society Germany veranstalten wir am 30. Oktober 2019 eine Fachveranstaltung zur Portfoliooptimierung mit ETFs. Die Referenten...

In Kooperation mit der CFA Society Germany veranstalten wir am 30. Oktober 2019 eine Fachveranstaltung zur Portfoliooptimierung mit ETFs. Die Referenten beleuchten vor allem die Auswirkung der Regulierung zur Nachhaltigkeit auf die ETFs. Zudem zeigen sie auf, wohin die Entwicklung bei den Indizes geht und wie institutionelle Investoren ETFs bei der Kapitalanlage integrieren.

Mitarbeiter von BVI-Mitgliedern können zum Preis von 155 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) teilnehmen, CFA-Society-Germany-Mitglieder zahlen 65 Euro. Der reguläre Preis beträgt 255 Euro. Das Programm und die Anmeldung finden Sie hier.

armin.schmitz@bvi.de

+49 69 15 40 90 294

mehr

BVI-Termine und BVI-Veranstaltungen

Informieren Sie sich hier über anstehende Termine der BVI-Ausschüsse, Arbeitskreise, Seminare und Veranstaltungen.

 

Seminare und Veranstaltungen

Level

16.7.2019

Investmentfonds an einem Tag
in München

Anmeldung und Info

21.8.2019

Investmentfonds an einem Tag

Anmeldung und Info

11.9.2019

Vertriebstag

Anmeldung und Info

■ ■

17.9.2019

Risikomanagementtag

Anmeldung und Info

■ ■

18.9.2019

Reform der Zinsbenchmarks

Anmeldung und Info

■ ■

24.9.2019

BVI Asset Management Konferenz

Anmeldung und Info

■ ■

 

■              für Teilnehmer ohne Kenntnisse

■ ■           für Teilnehmer mit Vorkenntnissen

■ ■ ■        für Teilnehmer mit speziellen Fachkenntnissen

Die BVI-Veranstaltungen auf einen Blick finden Sie hier. Weitere Seminare finden Sie bei uns im Internet.

mehr

Kurz notiert

BVI mit Telefonaktionen zum Fondssparen unterwegs bei Regionalzeitungen

BVI mit Telefonaktionen zum Fondssparen unterwegs bei Regionalzeitungen

Wir bringen mit unseren Telefonaktionen breiten Bevölkerungsschichten die Themen Investmentfonds, Geldanlage und Altersvorsorge näher und beantworten...

Wir bringen mit unseren Telefonaktionen breiten Bevölkerungsschichten die Themen Investmentfonds, Geldanlage und Altersvorsorge näher und beantworten grundlegende Fragen zu Fonds. Zuletzt fanden folgende Telefonaktionen statt:

Die Leserfragen zielten u.a. auf die optimale Streuung bei der Geldanlage, die Ertragschancen von Aktienfonds, die Aktienquote von Mischfonds sowie die Flexibilität von Sparplänen. Die nächsten Telefonaktionen finden am 18. Juli 2019 beim Straubinger Tagblatt sowie am 28. August 2019 bei der Mitteldeutschen Zeitung in Halle statt.

frank.schoendorf@bvi.de

+49 69 15 40 90 240

mehr

Ihr nächster Newsletter erscheint am: 31.7.2019

Informationen exklusiv für unsere Mitglieder. Die Weitergabe und Vervielfältigung dieses Newsletters sowie Verwertung und Mitteilung des Inhalts an Nicht-Mitglieder des BVI sind unzulässig. Sämtliche Rechte sind vorbehalten. Der BVI Newsletter ist mit größter Sorgfalt erstellt. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können.