Deutscher Fondsverband

Liebe Leserinnen und Leser,

„Finanzbranche will mitreden bei Sustainable Finance“ titelte die Börsen-Zeitung kürzlich nach einem gemeinsamen Gespräch mit GDV, Bankenverband und BVI. Das Anliegen ist so selbstverständlich, dass man es eigentlich nicht öffentlich einfordern müssen sollte. Trotzdem war es notwendig. Der Sustainable-Finance-Beirat (SFB) soll die Bundesregierung bei der Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsfinanzierung mit Empfehlungen unterstützen. Er besteht aus 38 Mitgliedern - Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern, aber auch von den Ministerien ausgesuchten Personen aus der Finanzwirtschaft. Die Mitglieder dürfen laut Satzung des Beirats nur ihre Privatmeinung äußern, nicht die ihres Arbeitgebers oder ihrer Branche. Die Verbände sind nur als Beobachter zugelassen, d.h. sie dürfen nicht mitentscheiden.

Aus dieser ungewöhnlichen Besetzung entstehen zwei Probleme. Erstens ist die Finanzwirtschaft als Hauptbetroffene nicht stimmberechtigt; die ausgewählten Vertreter suggerieren eine Repräsentanz der Finanzwirtschaft, die es in Wahrheit nicht gibt. Zweitens besteht die Gefahr, dass das Beispiel Schule macht, die Ministerien sich auch für andere Beratungen solche Ansprechpartner aussuchen, von denen sie sich die größte Nähe zu ihren eigenen Zielen versprechen. Mit der Reduktion der Verbände auf Beobachter würde die Position ganzer Branchen in solchen Gremien marginalisiert. Das darf sich nicht wiederholen.

Noch ein Wort zum SFB: Die Regeln für nachhaltige Finanzierung werden hauptsächlich von der EU erlassen. Vor diesem Hintergrund muss der Beirat beraten. Es sind die Verbände, die in Brüssel an der Formulierung der Regeln beteiligt sind. In Berlin meint man, auf diese Expertise verzichten zu können. Wer wirklich Rat sucht, sollte nicht so vorgehen.

 

 

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Statistik

Deutschland ist der größte Fondsmarkt in der EU

Deutschland ist der größte Fondsmarkt in der EU

Deutschland ist in der EU der größte Fondsmarkt. Nach Angaben der EZB haben Anleger in Deutschland 2,7 Billionen Euro in Fonds (OGAWs und AIFs) angelegt. Das...

Deutschland ist in der EU der größte Fondsmarkt. Nach Angaben der EZB haben Anleger in Deutschland 2,7 Billionen Euro in Fonds (OGAWs und AIFs) angelegt. Das entspricht einem Marktanteil von gut 22 Prozent. Es folgen England mit 1,8 Billionen Euro und Frankreich mit 1,7 Billionen Euro. Diese drei Länder vereinen rund die Hälfte der EU-weiten Fondsbestände auf sich. Unabhängig vom Auflageland der Fonds ist dabei das in den jeweiligen Ländern in Fonds investierte Geldvermögen berücksichtigt. Anleger in der EU haben insgesamt 12,1 Billionen Euro in Investmentfonds angelegt. In den vergangenen zehn Jahren ist das Vermögen im Schnitt um zehn Prozent pro Jahr gewachsen.

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Institutionelle Investoren schichten ihre Anlagen von freien Mandaten in Fonds um

Institutionelle Investoren schichten ihre Anlagen von freien Mandaten in Fonds um

Die Fondsgesellschaften in Europa haben Ende 2017 das Portfoliomanagement für 23,8 Billionen Euro in Fonds (OGAWs und AIFs) und freien Mandaten ausgeführt....

Die Fondsgesellschaften in Europa haben Ende 2017 das Portfoliomanagement für 23,8 Billionen Euro in Fonds (OGAWs und AIFs) und freien Mandaten ausgeführt. Dabei entfielen 54 Prozent der Bestände auf Investmentfonds und 46 Prozent auf Mandate. Ende 2011 lag der Anteil von Fonds bei 48 Prozent. Seitdem ist der Wert kontinuierlich gestiegen. Das liegt zum einen an den Kurssteigerungen an den Börsen weltweit. Denn Fonds haben im Vergleich zu Mandaten einen deutlich höheren Aktienanteil. Zum anderen haben institutionelle Anleger ihr Vermögen verstärkt von Mandaten in die regulierte Fondshülle umgeschichtet. Das trifft insbesondere für den deutschen Markt zu. Seit 2013 verzeichneten freie Mandate jedes Jahr Abflüsse. Der wesentliche Teil dieser Gelder ist in offene Spezialfonds geflossen.

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Depotbanken: Verwahrtes Fondsvermögen wächst im ersten Halbjahr um 9 Prozent

Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2019 um 9 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 39 Verwahrstellen in...

Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2019 um 9 Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 39 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2019 ein Vermögen von 2.268 Milliarden Euro (vgl. Verwahrstellenstatistik). 35 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.034 Milliarden Euro tätig, 11 mit offenen Immobilienfonds mit einem Vermögen von 214 Milliarden Euro. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 12 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 19 Milliarden Euro.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im deutschen Fondsverband BVI. Die Statistik erstellt der BVI in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken

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frank.bock@bvi.de

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Recht

ESA-Konsultation zur Änderung des PRIIPs-KID greift viele BVI-Forderungen auf

ESA-Konsultation zur Änderung des PRIIPs-KID greift viele BVI-Forderungen auf

Die europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) haben das lang erwartete Konsultationspapier zur Verbesserung des PRIIPs-KID veröffentlicht. Es enthält konkrete...

Die europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) haben das lang erwartete Konsultationspapier zur Verbesserung des PRIIPs-KID veröffentlicht. Es enthält konkrete Vorschläge zur Änderung der Detailvorschriften auf Level 2, auch wenn vereinzelte Fragen auf Aspekte abzielen, die nur durch Anpassungen der Level-1-Texte zu lösen sind. Im Vorfeld der Konsultation haben wir bereits einige Diskussionen mit den ESAs geführt und unsere Anmerkungen eingebracht. Diese Ideen haben an vielen Stellen Eingang in das Konsultationspapier gefunden. Erfreulich sind insbesondere die Vorschläge zur Berechnung der Transaktionskosten, die auf eine wesentliche Änderung oder gar Abschaffung der problematischen „arrival price“-Methode hinauslaufen. Auch zur Berechnung der Performance-Szenarien schlagen die ESAs Modifizierungen vor, die aber noch im Einzelnen zu bewerten sind. Fonds und andere PRIIPs mit linearer Performance sollen neben den zukunftsgerichteten Szenarien auch über die vergangene Wertentwicklung informieren. Weitere Vorschläge der ESAs zielen darauf ab, die Kostendarstellung zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden auch die Probleme mit der Berechnung der laufenden Kosten für Sachwertefonds (Betriebs- und Instandhaltungskosten der Immobilien und Kreditzinsen im Zusammenhang mit der Immobilienfinanzierung) thematisiert.

Die Gelegenheit zur Stellungnahme besteht bis zum 13. Januar 2020. Am 29. November 2019 findet eine öffentliche Anhörung bei der EIOPA in Frankfurt statt. Wir werden an dieser Anhörung teilnehmen und uns umfassend in das Konsultationsverfahren einbringen.  

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magdalena.kuper@bvi.de

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EU-Arbeitsgruppe veröffentlicht Vorschläge zur Kapitalmarktunion

EU-Arbeitsgruppe veröffentlicht Vorschläge zur Kapitalmarktunion

Die von Deutschland, Frankreich und Niederlande initiierte „Next CMU“-Arbeitsgruppe hat nach mehrmonatiger Arbeit einen Bericht veröffentlicht. Darin werden 20...

Die von Deutschland, Frankreich und Niederlande initiierte „Next CMU“-Arbeitsgruppe hat nach mehrmonatiger Arbeit einen Bericht veröffentlicht. Darin werden 20 Maßnahmen vorgeschlagen, um das Projekt der Kapitalmarktunion wiederzubeleben bzw. voranzutreiben. Der Bericht enthält u.a. gute Ansätze, um Anlegern mehr Möglichkeiten zur Geldanlage und Unternehmen neue Finanzierungsquellen für innovative und nachhaltige Tätigkeiten zu erschließen. Beispielsweise soll die EU-Kommission internationale Standards für die nicht-finanzielle Berichterstattung von Unternehmen anstoßen. Damit bekommen Investoren wie Fondsgesellschaften Klarheit über die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen. Das unterstützen wir ausdrücklich. Darüber hinaus begrüßen wir grundsätzlich den Vorschlag, den Fokus bei der EU-Gesetzgebung auf einen prinzipienorientierten Ansatz auf Level-1-Ebene zu setzen. Weitergehende Aufsichtsbefugnisse der ESMA und ein Mehr an EU-Verordnungen, die keine nationalen Besonderheiten zulassen, sehen wir allerdings kritisch. Zudem ist eine ausschließliche Stärkung der Rahmenbedingungen des EU-Kapitalmarktes nicht zielführend. Denn die Überregulierung durch die EU bindet enorme Kapazitäten in der Finanzbranche, die ihr an anderen Stellen fehlen, um sich an veränderte Marktbedingungen durch steigenden Margendruck und technische Entwicklungen anzupassen. Neben dem Verbraucherschutz und der Finanzmarktstabilität müssen der EU-Gesetzgeber und die Aufsichtsbehörden künftig auch die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Asset Manager berücksichtigen.

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christian.anger@bvi.de

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EU-Parlament gibt grünes Licht für Valdis Dombrovskis als neuen EU-Finanzmarktkommissar

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des EU-Parlaments hat am 8. Oktober 2019 im Rahmen einer öffentlichen Anhörung dem derzeitigen...

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des EU-Parlaments hat am 8. Oktober 2019 im Rahmen einer öffentlichen Anhörung dem derzeitigen EU-Finanzmarktkommissar Valdis Dombrovskis seine Zustimmung für eine weitere fünfjährige Amtszeit erteilt. Als künftige Prioritäten benannte Dombrovskis u.a. die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit Europas, die Stärkung der Finanzmarktaufsicht, die Einrichtung einer EU-Behörde gegen Geldwäsche-Praktiken, eine Strategie zur Förderung von Fintechs, einen regulatorischen Rahmen für Krypto-Assets sowie den Abschluss der Level-1-Arbeiten zur Taxonomie im Rahmen des Gesetzgebungspakets zur Nachhaltigkeit. Die Taxonomie soll mit einer regulatorischen Überprüfung der Unternehmensberichterstattung weiterentwickelt werden. Dombrovskis kündigte zudem die Einrichtung einer „High Level Forum“-Expertengruppe für die Kapitalmarktunion an, die ab dem 26. November 2019 als Ideengeber für seine Arbeit fungieren soll.

Die neue EU-Kommission unter Führung von Ursula von der Leyen wird ihre Arbeit frühestens ab Dezember 2019 aufnehmen, sofern die drei Ersatzkandidaten der zuvor vom EU-Parlament abgelehnten Kommissaranwärter ihre für November geplanten Anhörungen bestehen.

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axel.willger@bvi.de

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Taxonomie: Wissenschaftler fordern verpflichtende Berichterstattung

Die Wissenschaftsplattform „Sustainable Finance“, ein Kooperationsnetzwerk aus fünf deutschen Forschungseinrichtungen (u.a. Frankfurt School of Finance and...

Die Wissenschaftsplattform „Sustainable Finance“, ein Kooperationsnetzwerk aus fünf deutschen Forschungseinrichtungen (u.a. Frankfurt School of Finance and Management), die intensiv zum Thema forschen, hat zwei Positionspapiere zu aktuellen politischen Themen veröffentlicht. Im Papier zur Taxonomie diskutieren die Forscher die Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten des Berichts der Technischen Expertengruppe (vgl. Newsletter 10/2019) sowie die Voraussetzungen für eine effektive und zielorientierte Taxonomie. Nach Meinung der Wissenschaftler gehören dazu eine Ausweitung der abgedeckten Aktivitäten, eine breite Anwendung auf alle Finanzmarktakteure und eine bessere Integration in das Risikomanagement. Erfreulich ist insbesondere die Forderung, ein einheitliches und verpflichtendes Reporting durch Unternehmen als notwendige Bedingungen für die Anwendbarkeit der Taxonomie zu formulieren. Das zweite Papier befasst sich mit der verpflichtenden klimabezogenen Berichterstattung als Mittel zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass eine verpflichtende Berichterstattung Anreize für Unternehmen schaffen kann, um Emissionen zu senken. Darüber hinaus würde eine verpflichtende Offenlegung den Kapitalmärkten wichtige Informationen zur Risikobewertung zugänglich machen, was den Abbau von Informationsasymmetrien senken und die Kapitalströme in klimafreundlichere Unternehmen lenken würde.  

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magdalena.kuper@bvi.de

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BVI fordert Augenmaß für Leitlinien über die Compliance-Funktion nach MiFID II

BVI fordert Augenmaß für Leitlinien über die Compliance-Funktion nach MiFID II

In unserer Stellungnahme zur Konsultation der ESMA über neue Leitlinien zur Compliance-Funktion unter MiFID II (vgl. Newsletter 13/2019) kritisieren wir...

In unserer Stellungnahme zur Konsultation der ESMA über neue Leitlinien zur Compliance-Funktion unter MiFID II (vgl. Newsletter 13/2019) kritisieren wir insbesondere zu strikte Anforderungen der ESMA, die in die Organisationsfreiheit der Gesellschaft eingreifen. Hierzu zählen beispielsweise die Vorschläge der ESMA, dass Mitarbeiter der Compliance-Funktion im Rahmen ihrer Überprüfungstätigkeit der Effektivität der internen Compliance-Prozesse auch Interviews mit Kunden führen bzw. größere Gesellschaften eigene Teams innerhalb der Compliance-Funktion einrichten sollen, die nur für das MiFID-II-Regelwerk zuständig sein sollen. Darüber hinaus heben wir hervor, dass die Berichte der Compliance-Funktion an die Geschäftsleitung keine zusätzlichen Informationen enthalten sollten, die sich bereits aus anderen Berichten oder Informationen ergeben. Im Vergleich zu den bisherigen Leitlinien ergeben sich auch Änderungen in bestimmten Prozessen (z. B. Risikoanalyse, Berichterstattung), die die betroffenen Unternehmen intern überprüfen und gegebenenfalls anpassen müssen. Wir haben daher um eine entsprechende Übergangsfrist gebeten, die länger als die von der ESMA vorgeschlagenen 60 Tage nach Mitteilung der nationalen Aufsichtsbehörden über die Einhaltung der Leitlinien ist.

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Immobilienfonds: BaFin veröffentlicht FAQ zum Bewerter-Rundschreiben im Internet

Die BaFin hat uns darüber informiert, dass sie aufgrund der Nachfragen zur neuen Fassung des Bewerter-Rundschreibens häufige gestellte Fragen gesammelt hat. Den...

Die BaFin hat uns darüber informiert, dass sie aufgrund der Nachfragen zur neuen Fassung des Bewerter-Rundschreibens häufige gestellte Fragen gesammelt hat. Den aktuellen FAQ finden Sie auf den Internetseiten der BaFin.

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EU-Kommission startet Überarbeitung der EU-Benchmarkverordnung mit einer Konsultation

Die EU-Kommission hat eine Konsultation zur Überarbeitung der EU-Benchmarkverordnung veröffentlicht. Sie möchte auf diese Weise – zwei Jahre nach dem...

Die EU-Kommission hat eine Konsultation zur Überarbeitung der EU-Benchmarkverordnung veröffentlicht. Sie möchte auf diese Weise – zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der Verordnung – Anmerkungen der Marktteilnehmer einholen. Die Konsultation enthält u.a. Themen, bei denen die Benchmarkverordnung selbst eine Überprüfung vorsieht, zum Beispiel zu den Regelungen für kritische Referenzwerte sowie der Wirksamkeit des Verfahrens für die Zulassung und Registrierung von Referenzwert-Administratoren in der EU. Die Kommission konsultiert auch Fragen zur Einstufung der Referenzwerte, zu den Regelungen für Referenzwerte aus Drittländern und zum Umgang mit dem ESMA-Register.

Die Konsultation adressiert nicht die Indexkosten von Benchmarkanbietern. Aufgrund der BVI-Finanzmarktdateninitiative setzen wir uns aber auch im Rahmen dieser Verordnung für eine Überarbeitung der aufsichtsrechtlichen EU-Regelungen zur Bereitstellung und Nutzung von Finanzmarktdaten zu angemessenen kaufmännischen Bedingungen (z.B. MiFID) oder deren Ergänzung um den Datennutzer effektiv schützende Vorschriften ein. Die Datenpreise sollten auf Grundlage der Grenzkosten für die Erstellung und Verbreitung der Daten bestimmt werden. Wir werden unsere Position zu den Indexkosten in die Konsultation einbringen. Die Frist zur Abgabe einer Stellungnahme endet am 6. Dezember 2019. Auf Basis der Antworten wird die EU-Kommission einen Bericht für das EU-Parlament bzw. den EU-Rat ausarbeiten.

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BaFin bereitet Prozesse für Geldmarktfonds-Reporting vor

BaFin bereitet Prozesse für Geldmarktfonds-Reporting vor

Wir stimmen derzeit mit der BaFin ab, wie und wann die Meldungen für Geldmarktfonds (MMFs) erfolgen sollen. Nach den ESMA-Vorgaben sind die vierteljährlichen...

Wir stimmen derzeit mit der BaFin ab, wie und wann die Meldungen für Geldmarktfonds (MMFs) erfolgen sollen. Nach den ESMA-Vorgaben sind die vierteljährlichen Berichte erstmalig für das erste Quartal 2020 abzugeben (vgl. Newsletter 13/2019). Die BaFin teilte uns inzwischen mit, dass sich die Prozessbeschreibung für das MMF-Reporting noch in der internen Abstimmung befindet. Es wird hierzu voraussichtlich einen eigenen Prozess geben, mit dem die Datei empfangen wird und der dem Melder eine Rückmeldung zum Status der Meldung gibt. Hierfür wird die übliche Registrierung auf der Melde- und Veröffentlichungsplattform erforderlich. Derzeit ist der Prozess noch nicht implementiert, so dass auch keine Anmeldungen zum Verfahren möglich sind. Die BaFin wird sich zum MMF-Reporting und auch zum nationalen Zeitplan näher äußern, sobald ihre interne Abstimmung abgeschlossen ist. Dies wird noch etwas dauern.

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peggy.steffen@bvi.de

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Solvency-II-Meldewesen: BVI fordert Verlängerung der Bewertungsfrist von drei Monaten

Die EIOPA hat eine Konsultation (vgl. Anlage 1, Seiten 24 bis 34) zu den Reportinganforderungen für das Solvency-II-Meldewesen durchgeführt, an der wir uns...

Die EIOPA hat eine Konsultation (vgl. Anlage 1, Seiten 24 bis 34) zu den Reportinganforderungen für das Solvency-II-Meldewesen durchgeführt, an der wir uns beteiligt haben.

Zum Hintergrund, im Rahmen der Solvency-II-Fondsdurchschau sind für Investmentfonds folgende Änderungen geplant:

1. Template S.06.02 (Liste der Vermögensgegenstände)
Die EIOPA möchte u.a. neue Datenfelder zu Nachhaltigkeit und Kryptowährungen einführen und fordert für die Angabe der Verwahrstelle den zugehörigen Legal Entity Identifier.

2. Template S.06.03 (Fondsdurchschau)

  • Das Template soll nur für Investmentfonds eingesetzt werden, sofern das Versicherungsunternehmen keinen Einfluss auf die Anlagestrategie des Fonds hat oder keine vollständige Fondsdurchschau erfolgt.
  • Versicherungsgesellschaften müssen das Template quartalsweise ausfüllen, wenn das Fondsvermögen künftig 50 Prozent statt bisher 30 Prozent des Gesamtvermögens übersteigt.
  • Die Meldeschwelle zur Identifizierung des Länderexposures soll auf 80 Prozent des Gesamtvermögens gesenkt werden.
  • Versicherungsunternehmen sollten für die Bewertungen der einzelnen Positionen im Investmentvermögen (zum Beispiel im Rahmen der Quartalsmeldungen) nur Werte mit einer maximalen Verzögerung von einem Monat verwenden.

3.   Neues Template S.06.04 (detaillierte Fondsdurchschau)

  • Die EIOPA möchte zusätzlich zum Template S.06.03 ein neues Meldeformular einführen. Es ist zu verwenden, sofern die Versicherungsgesellschaft einen Einfluss auf die Anlagestrategie des Investmentfonds hat und eine Fondsdurchschau erfolgen sollte.
  • Versicherungsgesellschaften müssen das neue Template quartalsweise ausfüllen, wenn das Fondsvermögen 10 Prozent übersteigt. Für das jährliche Meldewesen ist keine Schwelle vorgesehen.

Das neue Template S.06.04 wird nach unserer ersten Einschätzung grundsätzlich für Spezialfonds eingesetzt und grundsätzlich alle Datenelemente im Solvency-II-Datenblatt (TPT-Template) abbilden. Wir halten es daher für nicht erforderlich, das neue Datenblatt im EIOPA-Konsultationsprozess abzulehnen. Mit Blick auf das Template S.06.03 kritisieren wir den EIOPA-Vorschlag, dass für die Bewertungen einzelner Positionen im Investmentfonds nur Werte mit einer Verzögerung von maximal einem Monat zulässig sein dürfen. Wir fordern eine dreimonatige Bewertungsfrist. Auf Basis der Rückmeldungen aus der Finanzbranche will die EIOPA der EU-Kommission Änderungsvorschläge vorlegen. Die EU-Kommission wird das Solvency-II-Rahmenwerk 2020 überarbeiten.

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ESMA veröffentlicht Leitlinien zu Risikofaktoren im Rahmen der EU-Prospektverordnung

Die ESMA hat am 1. Oktober 2019 die amtlichen Übersetzungen der im Sommer 2018 öffentlich konsultierten „Leitlinien zu den Risikofaktoren im Rahmen der...

Die ESMA hat am 1. Oktober 2019 die amtlichen Übersetzungen der im Sommer 2018 öffentlich konsultierten „Leitlinien zu den Risikofaktoren im Rahmen der Prospektverordnung“ veröffentlicht.

Um Anlegern eine Bewertung von Anlagerisiken und damit eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen, müssen wesentliche Risikofaktoren in den Wertpapierprospekt aufgenommen werden. Die ESMA-Leitlinien sollen eine angemessene und zielgerichtete Beschreibung der Risikofaktoren in leicht verständlicher Form fördern, indem sie die zuständigen Behörden u.a. bei der Überprüfung der Wesentlichkeit der Risikofaktoren sowie der Einstufung in die verschiedenen Risikokategorien unterstützen.

Nur geschlossene Publikumsfonds, deren Anteile in Wertpapieren verbrieft sind (z.B. Investment-Aktiengesellschaft mit fixem Kapital), fallen unter das Prospektregime. Geschlossene Fonds, die von einer Investment-Kommanditgesellschaft aufgelegt werden (Standardfall in Deutschland), unterfallen nur den investmentrechtlichen Vorschriften des KAGB, da in diesem Fall keine Wertpapiere im Sinne des Prospektrechts vorliegen.

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Bankenverband veröffentlicht aktualisierte Clearing-Rahmenvereinbarung

Der Bankenverband hat eine überarbeitete Clearing-Rahmenvereinbarung (CRV) und ein Hintergrunddokument auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die...

Der Bankenverband hat eine überarbeitete Clearing-Rahmenvereinbarung (CRV) und ein Hintergrunddokument auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die Überarbeitung basiert auf der im vergangenen Jahr veröffentlichten Modernisierung des Rahmenvertrages für Finanztermingeschäfte (DRV). Aufgrund der engen Verbindung zwischen der CRV- und DRV-Dokumentation, die sich vor allem an den fast identischen Bestimmungen zur Verrechnung zeigt, war es praxisgerecht, die CRV zu modernisieren. Der Bankenverband hat bei der Überarbeitung des CRV aktuelle Marktentwicklungen und neue aufsichtsrechtliche Regelungen berücksichtigt. Die Marktteilnehmer können den CRV 2013 grundsätzlich weiterhin verwenden. Ein Austausch bestehender Verträge ist nicht erforderlich. Es gibt keine gesonderte Änderungsvereinbarung zur Anpassung des CRV 2013 an den CRV 2019. Soweit die Vertragsparteien auf die Neuerungen des CRV 2019 zurückgreifen wollen, ist gegebenenfalls die Vertragsdokumentation auszutauschen. Der Bankenverband hat in diesem Zusammenhang auch den Besicherungsanhang, den Anhang für indirektes Clearing sowie die CCP-Anhänge (mit Ausnahme des Eurex- und des CME-Anhangs) angepasst.

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ESMA überprüft europäische Marktmissbrauchsregeln

Die ESMA hat ein umfangreiches Konsultationspapier mit Vorschlägen zur Überprüfung der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MAR) veröffentlicht. Mit insgesamt 71...

Die ESMA hat ein umfangreiches Konsultationspapier mit Vorschlägen zur Überprüfung der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MAR) veröffentlicht. Mit insgesamt 71 Fragen fokussiert sich die ESMA auf folgende drei Bereiche:

  • Gesetzlicher Überprüfungsauftrag aus der MAR: Die ESMA soll prüfen, ob einzelne Regeln zu den Sanktionen für Insidergeschäfte und Marktmanipulation sowie zu einzelnen Handelsverboten angemessen und die in der MAR enthaltene Definition der Insiderinformation ausreichend sind. Zudem soll der Anwendungsbereich der MAR auf Verweise zur EU-Benchmark-Verordnung (BMR) überprüft werden, wobei die ESMA dies erst mit der Überprüfung der BMR verbinden möchte. Zudem schlägt die ESMA umfassende Maßnahmen für ein neues Regelwerk für eine marktübergreifende Aufsicht über Orderbücher in Bezug auf Marktmissbrauch mit tiefgreifenden Erwägungen für ein systematisches Orderbuch-Reporting vor.
  • Die EU-Kommission hat die ESMA zusätzlich beauftragt zu prüfen, ob gesetzliche Änderungen für die Veröffentlichung von Eigengeschäften von Führungspersonen einer externen Fondsverwaltungsgesellschaft notwendig und hiervon auch Fondsanteile erfasst sind.
  • Die ESMA hat zudem die Veröffentlichung von Insiderinformationen und die Ausweitung von Insiderlisten für Fonds, die zum Handel zugelassen sind, als weitere Überprüfungspunkte identifiziert. Zudem sieht sich die ESMA aufgrund von Journalistenanfragen gezwungen, zu analysieren, ob nationale Aufsichtsbehörden in der Lage sind, Maßnahmen gegen verschiedene Mechanismen zur Verrechnung von Steuern (beispielhaft nennt die ESMA „cum/ex“-, „cum/cum“-Geschäfte) zu ergreifen.

Die ESMA hat alle fondsrelevanten Punkte in einem Abschnitt des Konsultationspapiers zusammengefasst, wenngleich sich nach unserer Einschätzung das gesamte Konsultationspapier auf die Geschäfte und Investitionen von Fonds auswirken werden. Die Stellungnahmefrist endet am 29. November 2019. Ihre Anmerkungen sind willkommen. Bereits am 5. November 2019 führt die ESMA eine Anhörung durch. Den finalen Bericht will die ESMA im Frühjahr 2020 an die EU-Kommission übermitteln.

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BMF stuft Geldwäscherisiken bei Investmentfonds als mittel ein

BMF stuft Geldwäscherisiken bei Investmentfonds als mittel ein

Das BMF hat die erste „Nationale Risikoanalyse“ zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung veröffentlicht. Mit Blick auf Investmentfonds stuft...

Das BMF hat die erste „Nationale Risikoanalyse“ zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung veröffentlicht. Mit Blick auf Investmentfonds stuft das BMF die Bedrohung, für Geldwäsche missbraucht zu werden, insgesamt als mittel ein. Allerdings werden Immobilienfonds aufgrund der generell hohen Geldwäschegefahr im Immobiliensektor als besonders bedroht angesehen. Aufgrund der im Vergleich zu Publikumsfonds geringeren Zahl von Investoren soll dies insbesondere für Spezialfonds gelten. Das BMF befürchtet, dass nicht bei allen KVGs ein ausreichendes Bewusstsein in Bezug auf ihr individuelles Geldwäscherisiko besteht.

Nach unserer Einschätzung bildet die Analyse die tatsächliche Vertriebssituation bei deutschen Investmentfonds nicht hinreichend ab und zieht daher falsche Schlüsse. Im Privatkundengeschäft mit Publikumsfonds kennt die KVG ihre Anleger regelmäßig nicht, so dass eine eigene geldwäscherechtliche Prüfung der Anleger schon aus praktischen Gründen nicht möglich ist. Dies ist aber auch unschädlich, weil die eingebundenen Wertpapierdienstleistungsunternehmen selbst gesetzlich verpflichtet sind, die notwendigen Maßnahmen gegenüber ihren Kunden, also den Fondsanlegern zu treffen. Zusätzliche geldwäscherechtliche Maßnahmen einer KVG gegenüber diesen Anlegern würden zu unnötigen Doppelprüfungen führen. Außerdem besteht die Gefahr einer intransparenten Zuordnung der Verantwortlichkeiten und damit von Rechtsunsicherheiten. Auch hinsichtlich Spezialfonds halten wir die Einschätzungen für ungerechtfertigt, weil für sämtliche Spezialfondsanleger ein risikoorientiertes Verfahren zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung fester Bestandteil der laufenden Kundenbeziehung ist. Daher ist die Anfälligkeit für Geldwäsche auch bei diesem Produkt eher als gering einzustufen.

Wir werden die Analyse des BMF im BVI-Arbeitskreis Geldwäscheprävention erörtern.

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Geldwäscheprävention: ESAs empfehlen Einhaltung ihrer Risikoleitlinien

Die drei europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA (ESAs) empfehlen in einer gemeinsamen Stellungnahme Fondsmanagern eine strikte Beachtung und...

Die drei europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA (ESAs) empfehlen in einer gemeinsamen Stellungnahme Fondsmanagern eine strikte Beachtung und nationalen Aufsichtsbehörden eine strikte Durchsetzung der ESA-Leitlinien zu Risikofaktoren. Auf Basis dieser Leitlinien sollen geldwäscherechtlich Verpflichtete die aus laufenden Geschäftsbeziehungen und Gelegenheitstransaktionen resultierenden Risiken der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in risikobasierter, verhältnismäßiger und effektiver Weise identifizieren, bewerten und managen. Die Leitlinien enthalten auch spezielle Vorgaben für den Vertrieb von Investmentfonds.

Die ESAs stufen die mit Investmentfonds einhergehenden Geldwäscherisiken zwar nur als wenig signifikant ein. Sie sehen allerdings Schwachstellen bei der Kontrolle der Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten, beim Einsatz von Vermittlern und bei der Überwachung von Transaktionen mit Hochrisikoländern. Verstöße wurden nur wenige festgestellt, was wohl auch am fehlenden Fokus der Aufsicht auf diesen Sektor liegt. Die Verstöße betreffen häufig die Identifizierung und Überprüfung von Kunden und wirtschaftlich Berechtigten, Kundenrisikobewertungen und die laufende Überwachung. Die EU-Aufsichtsbehörden bemängeln, dass viele Fondsmanager keine wirksamen „Know Your Customer“-Maßnahmen durchführen.

Wir werden die möglichen Auswirkungen der Stellungnahme in unserem Arbeitskreis Geldwäscheprävention erörtern.

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Transparenzregister: Bundesverwaltungsamt äußert sich zur Mitteilungsfiktion

Das Bundesverwaltungsamt hat seinen FAQ zum Transparenzregister aktualisiert. In den neuen Ziffern 17 und 18 äußert es sich zu den Meldepflichten von...

Das Bundesverwaltungsamt hat seinen FAQ zum Transparenzregister aktualisiert. In den neuen Ziffern 17 und 18 äußert es sich zu den Meldepflichten von Kommanditgesellschaften. Danach kann die Mitteilungsfiktion (vgl. § 20 Abs. 2 S. 1 Geldwäschegesetz) bei einer Kommanditgesellschaft grundsätzlich nur bei speziellen gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen wie der Einheits-GmbH & Co. KG mit nur einem Kommanditisten und der Ein-Personen-GmbH & Co. KG zur Anwendung kommen. Außerdem kann die Fiktion gelten, wenn kein Kommanditist oder Komplementär tatsächlich wirtschaftlich Berechtigter einer GmbH & Co. KG ist. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem FAQ.

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Direktinvestments sind im Visier der Aufsicht

Sowohl in der März- als auch in der Juni-Ausgabe ihres Journals weist die BaFin darauf hin, dass Anleger bei Direktinvestments nach dem Vermögensanlagegesetz...

Sowohl in der März- als auch in der Juni-Ausgabe ihres Journals weist die BaFin darauf hin, dass Anleger bei Direktinvestments nach dem Vermögensanlagegesetz (z.B. Solarparks, Windräder oder Wälder) ein großes Risiko – bis hin zum Totalverlust – eingehen. Prominente Beispiele, in denen sich die Risiken realisiert haben, sind Investitionen in Schiffscontainer des mittlerweile insolventen Anbieters P&R und der Erwerb von Gold bei dem kürzlich in die Schlagzeilen geratenen Unternehmen PIM Gold.

Auch das BMF und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben Direktinvestments als Risiko für die Anleger identifiziert. In ihrem Maßnahmenpaket zur weiteren Stärkung des Anlegerschutzes (vgl. Newsletter 16/2019) haben sie u.a. vorgeschlagen, dass unabhängige Dritte im Fall von Direktinvestments eine Mittelverwendungskontrolle vornehmen müssen und der Eigenvertrieb von Vermögensanlagen künftig nicht mehr möglich sein soll. Auch Blindpool-Konstruktionen sollen nicht mehr zulässig sein. Inwieweit diese Vorschläge gesetzlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.

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„Wenn es einen Weg gibt, etwas besser zu machen: finde ihn.“

Thomas Alva Edison
(1847-1931) 


Steuern

BMF stellt Investmentsteuerreform auf dem Prüfstand

BMF stellt Investmentsteuerreform auf dem Prüfstand

Das BMF hat ein Forschungsvorhaben zu den Auswirkungen der Investmentsteuerreform auf den Fondsstandort Deutschland und der Angemessenheit der...

Das BMF hat ein Forschungsvorhaben zu den Auswirkungen der Investmentsteuerreform auf den Fondsstandort Deutschland und der Angemessenheit der Teilfreistellungssätze ausgeschrieben (Teil 1  / Teil 2). Das BMF formuliert u.a. folgende Fragen:

  • „Wie hat sich die Anzahl der Investmentfonds und der Spezial-Investmentfonds in Deutschland und deren verwaltetes Vermögen in den Jahren 2015 bis einschließlich 2020 entwickelt?“
  • „Wie hat sich die Anzahl von ausländischen Fonds, die mit deutschen Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds vergleichbar sind, in den Jahren 2015 bis einschließlich 2020 in den folgenden Staaten und weltweit (= Gesamtbetrachtung der größten Fondsstandorte der Welt) entwickelt: USA, Luxemburg, Irland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Schweiz, Singapur, Lichtenstein?“
  • „Hat sich das Anlageverhalten der in Deutschland ansässigen Investmentfonds und der für einen Vertrieb in Deutschland ausgerichteten ausländischen Investmentfonds durch die Investmentsteuerreform verändert? Gab es insbesondere Veränderung um die Teilfreistellungssätze nutzen zu können?“
  • „Wie setzen sich die deutschen Anleger zusammen und welchen Anteil haben die jeweiligen Anlegergruppen am gesamten Vermögen inländischer Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds?“

Ferner soll untersucht werden, ob die Teilfreistellungssätze angemessen sind oder ob eine Anpassung vorgenommen werden sollte, um eine möglichst weitgehende Gleichstellung mit der Direktanlage zu erreichen. Problematisch ist dabei, dass in der Ausschreibung für offene Immobilienfonds der Vergleich mit der Immobilien-Direktanlage gezogen wird, ohne jedoch auf die in der Direktanlage geltende zehnjährige Spekulationsfrist einzugehen.

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Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Bundesregierung veröffentlicht Gesetzesentwurf

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Bundesregierung veröffentlicht Gesetzesentwurf

Die Bundesregierung hat am 9. Oktober 2019 den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender...

Die Bundesregierung hat am 9. Oktober 2019 den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen veröffentlicht. Der Wortlaut des Gesetzes setzt im Wesentlichen nur den Text der EU-Richtlinie 2018/822 vom 25. Mai 2018 um („DAC 6“), so dass wir mit keinen nennenswerten Änderungen im laufenden Gesetzgebungsverfahren rechnen. Die Bundesregierung hat den ursprünglichen Plan, mit dem Umsetzungsgesetz auch eine Mitteilungspflicht über nationale Steuergestaltungen einzuführen, nicht weiter verfolgt.

Um die Betroffenen bei der Umsetzung der technischen Voraussetzungen für die Übermittlung der Mitteilungen bereits vor Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zu unterstützen, hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erste Informationen über verfahrenstechnischen Vorgaben zur Verfügung gestellt (z.B. Entwürfe für ein Kommunikationshandbuch und eine DAC-6-Feldbeschreibung). Diese basieren auf den aktuell vorliegenden EU-Vorgaben zur Ausgestaltung der Datensätze. Die Dokumente sind laut BZSt noch nicht final, da durch weitere EU-Vorgaben Änderungen nicht auszuschließen sind.

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Neuer Vordruck für Kapitalertragsteuer-Anmeldung für Spezial-Investmentfonds liegt vor

Das BMF hat mit Schreiben vom 15. Oktober 2019 die Neufassung des Vordrucks „Kapitalertragsteuer-Anmeldung Spezial-Investmentfonds nach § 50 und § 53 Absatz 3...

Das BMF hat mit Schreiben vom 15. Oktober 2019 die Neufassung des Vordrucks „Kapitalertragsteuer-Anmeldung Spezial-Investmentfonds nach § 50 und § 53 Absatz 3 Satz 1 InvStG und Anmeldung der Zahlung nach § 36a Absatz 4 EStG / § 31 Absatz 3 Satz 2 InvStG für Investmentfonds (InvSt 4 B)“ bekannt gegeben und erläutert die Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung. Die aktualisierte Version des Vordrucks ist nach Veröffentlichung im ElsterOnline-Portal und im Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung in allen offenen Fällen zu verwenden.

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BMF veröffentlicht Vordruck zur Gewinnfeststellung aus fiktiver Veräußerung von Alt-Anteilen

Das BMF hat mit Schreiben vom 9. Oktober 2019 den Vordruck für die Erklärung zur gesonderten Feststellung des Gewinns aus der fiktiven Veräußerung von...

Das BMF hat mit Schreiben vom 9. Oktober 2019 den Vordruck für die Erklärung zur gesonderten Feststellung des Gewinns aus der fiktiven Veräußerung von Alt-Anteilen zum 31. Dezember 2017 (vgl. § 56 Absatz 5 Investmentsteuergesetz) nebst Anleitung bekannt gegeben. Die Erklärung ist für betriebliche Anleger (Einkommensteuer und Körperschaftsteuer) und Mitunternehmerschaften (einschließlich Sonderbetriebsvermögen) relevant. Anleger müssen grundsätzlich eine Erklärung zur gesonderten Feststellung des fiktiven Veräußerungsgewinns frühestens nach dem 31. Dezember 2019 und spätestens bis zum 31. Dezember 2022 abgeben. Wir werden den Vordruck in der nächsten Sitzung des Ausschusses Steuern und Bilanzen erörtern.

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Altersvorsorge

Olaf Scholz ist gegen Staatsfonds nach norwegischem Modell

Olaf Scholz ist gegen Staatsfonds nach norwegischem Modell

Bundesfinanzminister Olaf Scholz spricht sich in der Focus-Online-Talkshow „Talking Good“ gegen einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild aus. Für Norwegen...

Bundesfinanzminister Olaf Scholz spricht sich in der Focus-Online-Talkshow „Talking Good“ gegen einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild aus. Für Norwegen sei der Staatsfonds zwar das richtige Modell, mangels vergleichbarer Rohstoffvorkommen sei es aber nicht auf Deutschland übertragbar. Scholz befürwortet das deutsche Sozialversicherungssystem und betont die Funktionsfähigkeit der umlagefinanzierten Rente: „Ich finde nicht, dass wir unser System der Altersvorsorge in Frage stellen sollten. Es hat sich bewährt und wir müssen es immer weiter entwickeln.“   

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Studie zur Riester-Rente zeigt Auswirkungen von Beitragsgarantien

Studie zur Riester-Rente zeigt Auswirkungen von Beitragsgarantien

Die Wissenschaftler Raimond Maurer, Vanya Horneff, Daniel Liebler und Olivia S. Mitchell setzen sich in einer Studie zur Riester-Rente mit den Auswirkungen von...

Die Wissenschaftler Raimond Maurer, Vanya Horneff, Daniel Liebler und Olivia S. Mitchell setzen sich in einer Studie zur Riester-Rente mit den Auswirkungen von Garantien auseinander. Die Autoren kommen zum Ergebnis, dass Beitragsgarantien bei einem „normalen“ Kapitalmarktumfeld Sparer effizient vor Verlusten schützen können. Im Niedrigzinsumfeld führen Beitragsgarantien allerdings dazu, dass Wohlstand und Konsum im Alter deutlich geringer ausfallen, als beim Altersvorsorge-Sparen ohne Garantien. Als vorzugswürdige Alternative zu Beitragsgarantien schlagen die Wissenschaftler Lebenszyklusfonds mit ausreichender Aktienquote vor.

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Riester: Mehr Fonds- und Wohn-Verträge, weniger Versicherungen und Banksparpläne

Nach der aktuellen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist die Zahl der Riester-Verträge erneut gesunken. Zur Jahresmitte gab es insgesamt...

Nach der aktuellen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist die Zahl der Riester-Verträge erneut gesunken. Zur Jahresmitte gab es insgesamt 16,5 Millionen Altersvorsorgeverträge. Das sind 30.000 Verträge weniger als Ende März 2019. Rückläufig waren die Vertragszahlen bei den Versicherungs- und Banksparprodukten. Investmentfonds- und Wohnriester-Verträge legten hingegen weiter zu. Sie konnten den Rückgang in den anderen beiden Sparten allerdings nicht ausgleichen. Aktuell gibt es 3,3 Millionen Riester-Fondsverträge mit einem Vermögen von 32 Milliarden Euro.

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Marktinfrastruktur

Wertpapiertransaktionsstandards: BVI veröffentlicht Excel Sheets in der Version 7

Wertpapiertransaktionsstandards: BVI veröffentlicht Excel Sheets in der Version 7

Wir haben die „BVI-Excel-Sheets“ (Empfehlungen für die Kommunikation zwischen Advisor/Asset Manager und KVG) in der Version 7 auf unserer Internetseite...

Wir haben die „BVI-Excel-Sheets“ (Empfehlungen für die Kommunikation zwischen Advisor/Asset Manager und KVG) in der Version 7 auf unserer Internetseite eingestellt. Die Dokumente stehen nur in englischer Sprache zur Verfügung. Die wesentlichen Änderungen finden Sie hier. Die neue Version gilt erst ab dem 20. April 2020. Ab diesem Datum sollten die KVGs die BVI-Excel-Sheets ausschließlich in der Version 7 vom (ausgelagerten) Asset Manager anfordern. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt weiterhin die Version 6. Wir erwarten, dass die BVI-Excel-Sheets nur in dieser Weise für die Kommunikation zwischen der KVG und dem Advisor/Asset Manager genutzt werden. Ihr Einsatz dient ausschließlich der Kommunikation über Transaktionsempfehlungen bzw. -orders zwischen Advisor/Asset Manager und der KVG. Wir erwarten, dass Geschäftsbestätigungen und Lieferinstruktionen nur in den ISO-15022-Formaten (MT 51x bzw. MT54x) vorgenommen werden (vgl. BVI-Wertpapiertransaktionsstandards „Externe Geschäftskommunikation von Kapitalverwaltungsgesellschaften/Handel und Abwicklung“).

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Reform der Zinsbenchmarks: EU-Arbeitsgruppe veröffentlicht Empfehlungen für das Risikomanagement

Reform der Zinsbenchmarks: EU-Arbeitsgruppe veröffentlicht Empfehlungen für das Risikomanagement

Die von den Aufsichtsbehörden (z.B. ESMA) und der EZB eingesetzte Arbeitsgruppe der Finanzindustrie zur Überarbeitung der Zinsbenchmarks hat für die Umstellung...

Die von den Aufsichtsbehörden (z.B. ESMA) und der EZB eingesetzte Arbeitsgruppe der Finanzindustrie zur Überarbeitung der Zinsbenchmarks hat für die Umstellung von dem EONIA auf die neue Referenzrate ESTR (vgl. Newsletter 16/2019) sowie für mögliche Alternativen zum Euribor Empfehlungen für das Risikomanagement veröffentlicht. Für das Asset Management empfiehlt die Arbeitsgruppe eine detaillierte Prüfung möglicher Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (vgl. Seiten 38f.). Dabei sollten insbesondere die NAV-/Risikobewertung, das interne und externe Berichtswesen der Umstellung auf T+1 für ESTR, die Auswirkungen auf die interne IT und auf ausgelagerte IT-Dienstleister sowie die Kommunikation zum Kunden berücksichtigt werden. Die Empfehlungen erörtern auch detailliert die Umstellung auf so genannte Notfall-Lösungen für den Euribor.

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Veranstaltungen

BVI-Termine und BVI-Veranstaltungen

Informieren Sie sich hier über anstehende Termine der BVI-Ausschüsse, Arbeitskreise, Seminare und Veranstaltungen.

BVI-Termine

4.11.2019

Arbeitskreis VAG-Fondsreporting

5.11.2019

Ausschuss Vertrieb

7.11.2019

Arbeitskreis Luxemburg

Seminare und Veranstaltungen

Level

30.10.2019

Strukturierte Produkte und Derivate

Anmeldung und Info

30.10.2019

ETF-Tag

Anmeldung und Info

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6.11.2019

Die Anlageausschusssitzung – Tipps für den optimalen Dialog mit dem Anleger

Anmeldung und Info

7.11.2019

Facts, Funds and Food
vwd: Neue Standards und Lösungen zur (OTC-) Marktgerechtigkeitsprüfung

Anmeldung und Info

11.11.2019

Funds Landscape in Asia Pacific and how to access Asia Pacific markets

Anmeldung und Info

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12.11.2019

Nachhaltigkeitstag

Anmeldung und Info

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12.11.2019

Investment-Hochschultag

Anmeldung und Info

■ ■

13.11.2019

Offene Immobilienfonds an einem Tag

Anmeldung und Info

18.11.2019

Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie: Praktische Hinweise zur Umsetzung der neuen geldwäscherechtlichen Vorgaben

Anmeldung und Info

■ ■

25.11.2019

BVI kompakt

Anmeldung und Info

26.11.2019

Investmentfonds an einem Tag

Anmeldung und Info

27.11.2019

Das KAGB an einem Tag

Anmeldung und Info

Veranstaltungen externer Anbieter

13.11.2019

OTC Derivatives: Balancing Regulatory Obligations with Efficiency Strategies

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung und Info

■              für Teilnehmer ohne Kenntnisse
■ ■           für Teilnehmer mit Vorkenntnissen
■ ■ ■        für Teilnehmer mit speziellen Fachkenntnissen

Die BVI-Veranstaltungen auf einen Blick finden Sie hier. Weitere Seminare finden Sie bei uns im Internet.

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seminar@bvi.de

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Kurz notiert

Neue „Hoch im Kurs“-Schüler- und -Lehrerbroschüren sind erschienen

Die neuen „Hoch im Kurs“-Schüler-und -Lehrermaterialien zum Schuljahr 2019/2020 sind da.

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Die neuen „Hoch im Kurs“-Schüler-und -Lehrermaterialien zum Schuljahr 2019/2020 sind da. Ziel der inhaltlichen und optischen Überarbeitung der inzwischen zehnten Ausgabe war es, die Lebenswirklichkeit der Schüler in Sekundarstufe II besser abzubilden und erstmalig das Thema „Finanzwissen in einer digitalen Welt“ aufzubereiten. Nur wenige außerberufliche Initiativen haben dieses Thema bislang in diesem Umfang und dieser Tiefe aufgegriffen. Wir versprechen uns davon eine verstärkte Wahrnehmung und Nutzung der Materialien durch die Lehrerschaft. Die Hefte werden vom Eduversum-Verlag wie üblich auf Nachfrage der Lehrer bundesweit kostenlos versandt. Bestellungen sind über den Jugend-und-Bildung-Shop möglich.

gabriele.wetzel@bvi.de

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Ihr nächster Newsletter erscheint am: 13.11.2019

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